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RECKEN reisen zum Deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen

Die Recken„Brauchen einen sehr guten Tag“

Nach zuletzt fünf Siegen in Folge will die TSV Hannover-Burgdorf ihre positive Serie auch zum Beginn des ‚heißen‘ Dezembers fortführen. Die Hürde, die es dafür zu bewältigen gilt, könnte jedoch kaum höher sein. Kein geringerer als der amtierende Deutsche Meister Rhein-Neckar Löwen steht das Team von Trainer Jens Bürkle am morgigen Samstag in Mannheim gegenüber. Anwurf in der SAP Arena ist um 19 Uhr. „Wir brauchen einen sehr guten Tag und müssen gleichzeitig hoffen, dass die Löwen nicht ihr Maximum abrufen“, bringt es Rechtsaußen Timo Kastening auf den Punkt.

In der Tat verfügen die Baden-Württemberger auch in dieser Saison über eine auf allen Positionen gleichermaßen stark besetzte Mannschaft. Wenngleich speziell der Abgang der klubinternen Legende und Identifikationsfigur Uwe Gensheimer (PSG Handball/Frankreich) auf und neben dem Feld eine Lücke gerissen hat, konnte diese mit dem trotz seiner 37 Jahre immer noch auf Topniveau agierenden Gudjon Valur Sigurdsson (63/7 Tore) adäquat geschlossen werden. Mit Mikael Appelgren verfügen die Rhein-Neckar Löwen zudem über einen herausragenden Torhüter aus Schweden.

Im Rückraum des derzeitigen Tabellendritten setzt Trainer Nikolaj Jacobsen auf eine eingespielte und spielstarke Achse. Kim Ekdahl Du Rietz (53) und Alexander Petersson (45) sorgen auf den Halbpositionen für die nötige Durschlagskraft, während Andy Schmid (56/22) auf Rückraum Mitte Dreh- und Angelpunkt seiner Mannschaft ist und gleichzeitig wie seine Nebenleute Torgefahr ausstrahlt. „Die Löwen haben sehr viele gute Rückraumspieler. Vollständig werden wir sie nicht ausschalten können. Vielmehr gilt es, deren Kreise einzuengen“, geht RECKEN-Trainer Bürkle die bevorstehende Hürde mit Respekt an.

Wie schwierig die Aufgabe wird, zeigt auch ein Blick auf den bisherigen Saisonverlauf der Mannschaft aus der Metropolregion Rhein-Neckar. Mit 22:2 Punkten befindet sich das Jacobsen-Team nach Minuspunkten mit den beiden schärfsten Konkurrenten THW Kiel und SG Flensburg-Handewitt auf Augenhöhe. Lediglich vor heimischem Publikum mussten sich die Löwen dem derzeitigen Tabellenzweiten Flensburg mit 17:21 beugen, seit mittlerweile acht Bundesligaspielen ist der Titelverteidiger in der DKB Handball-Bundesliga nun ohne Verlustpunkt. Einen kleinen Dämpfer gab es dennoch am gestrigen Abend in der Champions League, als Schmid & Co. in Zagreb einen 15:10-Halbzeitführung noch aus der Hand gaben und sich am Ende noch mit 21:25. Dennoch sind die Löwen auch hier voll auf Kurs Achtelfinale.
„Die Löwen machen fast keine Fehler und spielen zudem eine Abwehr, die uns nicht wirklich liegt. Wir müssen daher sehr geduldig und vor allem clever spielen“, zeigt Bürkle die Grundvoraussetzungen für ein erfolgreiches Spiel auf und fordert: „Wir müssen couragiert auftreten.“ Als lehrreich wird dabei der glückliche Sieg gegen den HSC 2000 Coburg angesehen. „Coburg hat uns deutlich unsere Schwächen aufgezeigt. Dies kann uns für morgen aber auch als Vorbild dienen“, so Bürkle.

Dabei wollen Niedersachsens Spitzenhandballer die Niederlagenserie der letzten Jahre gegen die Löwen durchbrechen. In der vergangenen Saison unterlagen DIE RECKEN nach jeweils klaren Spielverläufen sowohl zu Hause (18:30) als auch in Mannheim (23:27). Nicht mithelfen, die schwierige Auswärtsaufgabe erfolgreich zu bewältigen, kann nach wie vor Csaba Szücs. Die Einsätze von Casper U. Mortensen und Mait Patrail sind darüber hinaus fraglich. „Wir fahren ohne Druck nach Mannheim und schauen, was geht. Wenn wir eine Chance bekommen, müssen wir sie nutzen“, weist Timo Kastening die Favoritenrolle klar den Rhein-Neckar Löwen zu, blickt jedoch optimistisch auf die Partie in Mannheim. „Ich freue mich auf solche Spiele in großen Arenen.“

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