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Senza chiedere permesso – Ohne um Erlaubnis zu fragen

Dokumentarfilm mit versteckter Kamera über die Arbeitskäpfe bei Fiat von 1969 – 1980

Der junge Bäcker Pietro Perotti zieht aus dem Hinterland nach Turin und beginnt bei Fiat zu arbeiten und politisch aktiv zu werden. Er kauft sich eine Super-8-Kamera, die er in die Fabrik schmuggelt, um den Arbeitsalltag in Bild und Ton festzuhalten. Er produziert Dokumente der Demonstrationen, Streikposten und der großen Versammlungen. In der Produktion von Manifesten, Zeitungen, großen Gummifiguren der Fiatchefs und Entscheidungsträger und später Sprüchen und Zeichnungen auf den Klos der Fabrik gab er den Kämpfen auch einen kreativen, künstlerischen Beitrag. Die Filmaufnahmen konnte er zum Teil erst Jahre später sichten, da er zunächst keine Abspielmöglichkeit hatte. Im Film sind diese einzigartigen Aufnahmen zu sehen und zu hören. 1985 beschließt Pietro, zu kündigen und das sinkende Schiff zu verlassen.

Bei Fiat in Turin begann die industrielle Fließbandproduktion in Italien. Heute wird dort nur noch alle paar Tage gearbeitet. Die Fiat-Werke waren der Ort der wohl heftigsten und langanhaltesten Arbeitskämpfe in Westeuropa. Der Film gibt die Stimmung der bewegten Jahre von 1969 bis zur Niederlage 1980 eindrücklich wieder. Er ist – deutsch untertitelt – nun das erste Mal in Deutschland zu sehen.

SENZACHIEDEREPERMESSO trailer from Cinefonie on Vimeo.

Pietro Perotti und Pier Milanese, Italien 2014, 87 min., O.m.U.
Italienische Website mit Trailer: https://senzachiederepermesso.org/

Mit Unterstützung der Stiftung Menschenwürde & Arbeitswelt. In Kooperation mit dem Bildungswerk ver.di, dem Istoreco Instiut Reggio Emilia. Angefragt wurde die Rosa Luxemburg Stiftung Nds.

Mittwoch, 18.01.2017 – 19:00 Uhr

Kino im Sprengel
Stadtteilzentrum Nordstadt-Bürgerschule
Klaus-Müller-Kilian-Weg 2 (ehem. Schaufelder Straße 30)
30167 Hannover
www.kino-im-sprengel.de

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