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Stadtverwaltung bereitet Fahrradverleihsystem vor – Konzept wird in diesem Jahr vorgelegt

Beispiel Berlin: Call a Bike am Brandenburger Tor (Bild: Superbass, Call A Bike Brandenburger Tor, CC BY-SA 3.0 )

Beispiel Berlin: Call a Bike am Brandenburger Tor (Bild: Superbass, Call A Bike Brandenburger Tor, CC BY-SA 3.0 )

Die Landeshauptstadt Hannover versteht den Radverkehr als ein System aus einer Reihe von Komponenten. Dies wird auch in dem vom Rat beschlossenen Leitbild Radverkehr deutlich. Zu diesem System gehört auch ein Fahrradverleihsystem. Im Zuge des Schaufensters Elektromobilität wurde dem Rechnung getragen und bereits ein Verleihsystem von elektrisch angetriebenen Pedelecs und Lasten-Pedelecs in der Stadt installiert. Folgen soll umfassendes Fahrradleihsystem, das bereits konzipiert wird.

„Nachdem das Schaufenster nun geschlossen und das Projekt mit einer guten Nachfrage auf zwei weitere Jahre verlängert ist, bereitet die Stadtverwaltung auch bereits ein klassisches Fahrradverleihsystem vor“, sagte Stadtbaurat Uwe Bodemann am (heutigen) Mittwoch mit Blick auf eine Pressemitteilung der CDU-Fraktion, in der die Einführung eines Fahrradverleihsystems gefordert wird. Den Gremien des Rates werde im Laufe des Jahres ein entsprechender Vorschlag vorgelegt, kündigte Bodemann an.

Die im Rahmen der bisherigen Planungen dazu gewonnenen Erkenntnisse decken sich in Teilen durchaus mit den Aussagen von CDU-Ratsherr Felix Blaschzyk. In der Tat sind für den erfolgreichen Betrieb eines Verleihsystems Partner erforderlich. Das genannte Beispiel der Stadt Mainz zeigt, dass eine Partnerschaft von Kommune und Verkehrsbetrieben der Schlüssel zum Erfolg sein kann.

Daher wurde bereits zu einem frühen Stadium des E-Rad-Projektes im Schaufenster Elektromobilität die Schnittstelle zur Mobilitätskarte implementiert. Weitere öffentliche oder auch private Partner sind – so zeigen die Erfahrungen in anderen Städten – für die Einführung und den Betrieb eines Verleihsystems wichtig. Hier sei nur das Stichwort „Mobilitätsstationen“ genannt. In diesem Zusammenhang hat die Landeshauptstadt bereits Sondierungsgespräche geführt.

Öffentliche und private Partner notwendig

Eine wichtige Erkenntnis der Studie des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aus dem November 2014 mit dem Titel „Innovative Öffentliche Fahrradverleihsysteme“ lautet sinngemäß: Analog zum Öffentlichen Personennahverkehr sind Öffentliche Fahrradverleihsysteme in Städten nach derzeitigem Kenntnisstand ohne öffentliche Co-Finanzierung oder Werbefinanzierung nicht zu betreiben.

Auch hier prüft die Verwaltung derzeit, wie unter Einbeziehung von öffentlichen und privaten Partnern die Einführung und der wirtschaftliche Betrieb eines öffentlichen Fahrradverleihsystems erfolgen kann. Die Kosten für die Erstinstallation sind betreiberabhängig sowie systemabhängig. Nach derzeitigem Erkenntnisstand sind für den Betrieb eines solchen Systems jährlich Zuschüsse in Höhe von etwa eine Mio. Euro aufzubringen.

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