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Stadtbibliothek aufgeschlossen: Melchior Vischers „Sekunde durch Hirn“

Maria Haldenwanger, Vorsitzende der Freunde der Stadtbibliothek Hannover, stellt Melchior Vischers „Sekunde durch Hirn“ vor

Den Dada-Roman „Sekunde durch Hirn“ von Melchior Vischer stellt Maria Haldenwanger, Vorsitzende der Freunde der Stadtbibliothek Hannover e.V., am Montag (8. Mai) um 17 Uhr in der Stadtbibliothek, Hildesheimer Straße 12, vor.

Zum Autor und Roman:

Der kleine Roman mit dem einprägsamen Titel „Sekunde durch Hirn“ ist 1920 in Hannover erschienen. Er gilt als der erste Dada-Roman überhaupt und ist von Melchior Vischer (1895-1975) geschrieben, der nicht nur diesen Text verfasst hat, sondern auch Gedichte, Stücke, Prosa und zwei Biografien geschrieben hat. Der Autor ist heute so gut wie vergessen. Er war in seiner Prager Zeit, 1919 bis 1923, der wichtigste Vertreter des Dadaismus in Prag. Auch dieses Prosawerk in dadaistischer Manier mit dem Untertitel „ein unheimlich schnell rotierender Roman“ wird heute kaum noch in der einschlägigen Literatur genannt. Zuletzt wurde es bei Suhrkamp 1988 verlegt.

Das Werk erschien 1920 in der berühmten Reihe „Die Silbergäule“, eine radikale Bücherreihe des umtriebigen Verlegers Paul Steegemann, die in Hannover von 1919 bis 1922 herauskam. Hier erschien auch die Anna Blume von Kurt Schwitters als Heft 39/40 und seine Kathedrale. Acht Lithos als Heft 41/42 sowie andere dadaistische Schriften, die alle auch gezeigt werden. Das Umschlagblatt zu Vischers Werk schuf Kurt Schwitters in seinem ihm eigenen Stil.

„Stadtbibliothek aufgeschlossen“

In der Veranstaltungsreihe „Stadtbibliothek aufgeschlossen“ werden die schönsten und bedeutendsten Schätze aus sieben Jahrhunderten – von der mittelalterlichen Handschrift und der Inkunabelzeit bis in das 21. Jahrhundert – präsentiert.

„Stadtbibliothek aufgeschlossen“ wird gefördert durch die Freunde der Stadtbibliothek Hannover e.V..

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