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Hannover wird bei E-Mobilität Nr. 1 in Deutschland

Stefan Schostok, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover und  Dr. Susanna Zapreva, Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke Hannover AG

Stefan Schostok, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover und
Dr. Susanna Zapreva, Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke Hannover AG

enercity startet E-Mobilitäts-Offensive

Mit rund 600 öffentlich zugänglichen Ladepunkten im Großraum Hannover wird enercity die größte Ladesäulendichte je Einwohner Deutschlands erzielen. Über 10 Millionen Euro werden in den kommenden drei Jahren in die Infrastruktur für Elektromobilität investiert. Individuelle Produktlösungen für Unternehmen, aber auch für Privatpersonen, machen die Elektromobilität zu einer positiven Messgröße der Lebensqualität in Hannover und der Region.

Die E-Mobilität spielt für eine nachhaltige urbane Entwicklung Hannovers eine entscheidende Rolle. Die Förderung eines emissionsfreien und umweltschonenden Verkehrs mittels Elektrofahrzeugen ist ein zentraler Schwerpunkt der Stadtstrategie von Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok. enercity treibt diese Entwicklung mit einer E-Mobilitäts-Offensive massiv voran.

E-Ladesäule im Parkhaus Osterstraße

E-Ladesäule im Parkhaus Osterstraße

Oberbürgermeister Stefan Schostok sieht die Stadtwerke Hannover AG als einen wichtigen Partner für die Mobilitätswende in Hannover und darüber hinaus. „Für eine klima- und umweltschonende Stadtentwicklung braucht es neben der Energiewende auch eine Mobilitätswende. Elektrofahrzeuge spielen dabei eine zentrale Rolle. enercity geht bei der E-Mobilität mit innovativen Produkten für Privat- und Firmenkunden voran. enercity leistet damit einen entscheidenden Beitrag zum Aufbau einer zukunftsfähigen Ladeinfrastruktur. Das stärkt die Stadtstrategie für eine Mobilitätswende und den gesamten Standort Hannover – und das stärkt auch die Marktposition von enercity – mit anderen Worten eine Win-Win-Win-Situation“.

Für den Raum Hannover erwartet enercity eine Nachfrage von mehreren Tausend Lademöglichkeiten bis 2020, weil bis dahin bei anhaltender Entwicklung der Zulassungszahlen über 5.400 Elektromobilisten in der Region Hannover unterwegs sein werden.

Hannover bekommt das dichteste Ladenetz

In den kommenden drei Jahren soll in der Landeshauptstadt das bundesweit dichteste Ladenetz geschaffen werden. enercity bringt hierfür mehrere neue, attraktive E-Mobilitätsprodukte auf den Markt. Im Mittelpunkt der Produktpalette stehen die Kundenbedürfnisse einerseits für Unternehmen aber auch für Privatpersonen. Im Rahmen der E-Mobilitäts-Offensive hat enercity ein umfangreiches Investitionsprogramm für die Region Hannover beschlossen. Dafür wird enercity in den kommenden drei Jahren über 10 Mio. Euro investieren. Davon sind 7,5 Mio. Euro aus dem enercity-Fonds proKlima in die E-Mobilität umgeleitet. Ein Team mit mehr als 40 Mitarbeitern bei enercity werden in den kommenden Jahren dafür Sorge tragen, dass alle enercity-Kunden praktikable Lösungen bekommen, um auf Elektromobilität umzusteigen, sowie dass die Netzanschlüsse entstehen und die Ladesäulen gebaut werden.

Mit rund 600 öffentlich zugänglichen Ladepunkten wird enercity durch ein Ausbauprogramm im Großraum Hannover eine hohe Ladesäulendichte erzielen. Gemessen an der Einwohnerzahl werden in Hannover mit 9 bis 10 Ladepunkten je 10.000 Einwohner mehr Ladepunkte entstehen als in den derzeit führenden deutschen Großstädten, wie Berlin (2 Ladepunkten je 10.000 Einwohner), Stuttgart (6 Ladepunkten je 10.000 Einwohner) oder Hamburg (2 Ladepunkten je 10.000 Einwohner).

Dabei setzt enercity vorrangig auf den öffentlich zugänglichen Raum und lädt alle interessierten Unternehmen mit eigenen für Ladesäulen geeigneten Grundstücken ein, sich an dem Programm zu beteiligen. Ein integrativer Bestandteil zum Aufbau einer leistungsfähigen Ladeinfrastruktur sind auch Ladestationen im privaten Bereich.

„E-Mobilität ist ein Geschäftsfeld, auf das wir in Zukunft stark setzen, weil wir unsere Kunden auf dem Weg in die neue elektromobile Zukunft begleiten wollen.“, erläutert enercity-Chefin Zapreva. „Die Ökosysteme unserer Kunden wie Wohnen, Mobilität und Energie wachsen zusammen und wir wollen dabei unseren Kunden diesen Weg in die Zukunft leichter machen. Unser Anspruch ist es, die treibende Kraft der digitalen Energiewende von Morgen zu werden, Mobilität gehört hier dazu. Durch unsere E-Mobilitätsinitiative werden Hannover und die Nachbarstädte schon bald eine deutschlandweit führende Rolle bei der E-Mobilität einnehmen“.

Individuelle E-Mobilitätslösungen und Kooperationen

enercity versteht sich als Lösungsanbieter, der die individuellen Bedürfnisse und Wünsche der Kundinnen und Kunden in den Mittelpunkt stellt und ihnen Produkte und Services anbietet, die ihren Mobilitätsalltag vereinfachen. Unter anderem bietet enercity branchenspezifische Ladelösungen an, mit denen Elektromobilität für die Kunden und Mitarbeiter der Unternehmen zum Erlebnis wird. So zum Beispiel die Shop&Charge-Lösungen für alle Handelsunternehmen oder Sleep&Charge-Lösungen für Hotels.

Neben der Ladestation an sich umfassen diese Angebote weitere Rundum-Sorglos-Leistungen wie Projektierung, Netzanschluss, Wartung, Ersatzteile, Call-Center, Fördermittel-Management und die Abrechnung von Fahrstromerlösen. Privatkunden können zukünftig neben der Ladestation auch Fahrstrom-Flatrates nutzen, mit denen sie europaweit komfortabel, unkompliziert und kostengünstig e-mobil sind.

Um für diese Vorhaben gut aufgestellt zu sein, hat sich enercity an dem aufstrebenden Unternehmen „wallbe“ beteiligt. Das innovative Unternehmen legt seinen Fokus auf Entwicklung, Herstellung, Betrieb und Abrechnung von Ladelösungen und unterstützt damit die individuellen enercity-Angebote für den E-Mobilitätsmarkt. Guten Bezug zur E-Mobilitätsoffensive bei enercity bieten die bei wallbe praktizierten digitalen Services, zum Beispiel bei Abrechnung oder Flottenmanagement, der Online-Handel sowie die exzellenten Vertriebskompetenzen und -strukturen. Wallbe begann vor einigen Jahren als Start-up und hat im Jahr 2016 einen Umsatz von 2,1 Mio. Euro erwirtschaftet. Derzeit deckt wallbe rund 10 % des Marktes für Lademöglichkeiten ab.

Darüber hinaus hat enercity auch Anteile an dem Start-up „e2work“ erworben und bietet seinen Kunden durch diese Kooperation ein innovatives, effizientes CarSharing-Konzept an. Das innovative Unternehmen hat sich auf „zelluläres CarSharing“ im Flottensektor spezialisiert. Die meisten privaten Autos sind tagsüber ungenutzt – gleichzeitig betreiben viele Firmen aufwändig Fuhrparks. Die Software von e2work ermöglicht eine Partnerschaft von Arbeitgeber und Arbeitnehmer: Für Dienstfahrten nutzt der Arbeitgeber das Fahrzeug tagsüber, und zur privaten Nutzung steht es außerhalb der Arbeitszeiten zur Verfügung. Dies erschließt Synergien, reduziert die Betriebskosten für beide Beteiligten um rund 30 Prozent und macht Elektromobilität damit günstig erlebbar. Auch für Mieter in Mehrfamilienhäusern ist das Teilen von Elektroautos attraktiv, entsprechende Modelle für die Wohnungswirtschaft sind im Angebot. Aber auch Unternehmen untereinander können interessante Kooperationen durch solche Modelle eingehen.

Auch für den Fuhrpark der Stadtverwaltung ist E-Carsharing nach den Worten von Oberbürgermeister Schostok hochinteressant. „Die Förderung solcher Angebote kann ein sinnvoller Anreiz für die Nutzung von E-Fahrzeugen sein. Das Thema ist steht deshalb auch auf der Agenda für das E-Mobilitätskonzept der Landeshauptstadt, das derzeit in der Feinabstimmung ist“, erklärt Schostok.

„Hannover hat einst in der Nachkriegszeit als ‚autogerechte‘ Stadt Schlagzeilen gemacht. Auch bei der Mobilitätswende setzen wir wieder Zeichen. Diese Initiative von enercity ist großartig und passt ausgezeichnet zu unserer bundesweit einmalige Initiative ‚Urbane Logistik‘ zusammen mit Wirtschaft und Hochschulen für den Lieferverkehr der Zukunft gestartet. Auch hier ist enercity Partner für den wichtigen Baustein E-Mobilität.“

Ausblick

Entlang der neuen Unternehmensstrategie wird enercity in Zukunft vermehrt auf Kooperationen mit innovativen spezialisierten Unternehmen setzen und das Beteiligungsportfolio dementsprechend ausbauen.

Perspektivisch wird enercity weitere Produkte für unterschiedliche Zielgruppen (u.a. Logistik, Wohnungswirtschaft, Kommunen) entwickeln oder auch Angebote für die Erschließung von Neubaugebieten (einschließlich Arealnetzen) machen. „Wir sehen in diesem Geschäftsfeld das Potenzial, auch bundesweit neue Kunden zu gewinnen und enercity zu einem der führenden E-Mobilitätsdienstleister zu machen.“, sagt Zapreva.

Oberbürgermeister Schostok hebt die positiven Effekte der enercity-Strategie für die Lebensqualität in der Landeshauptstadt hervor. „Mehr Elektromobilität heißt weniger Lärm, weniger CO2, weniger Stickoxide und damit bessere Luft – ein Gewinn für alle Bürgerinnen und Bürger in Hannover.“

Bildquellen

  • Stefan Schostok, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover und Dr. Susanna Zapreva, Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke Hannover AG: enercity - © Janko Woltersmann
  • E-Ladesäule im Parkhaus Osterstraße: enercity
Kategorie: Politik, Wirtschaft

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