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Stadt will 24,3 Millionen Euro in die Sanierung von Schultoiletten investieren

Die hannoversche Stadtverwaltung hat ein Programm über 24,3 Millionen Euro für die Sanierung von Toiletten städtischer Schulgebäude erarbeitet. Vorgeschlagen werden 66 Baumaßnahmen an 35 Schulen. Mit den ersten Maßnahmen soll möglichst in den Sommerferien 2018 begonnen werden. Der Großteil der Arbeiten ist für die Jahre 2019 bis 2022 vorgesehen. Die entsprechende Beschlussvorlage wurde jetzt den politischen Gremien zur Beratung vorgelegt.

„Der Handlungsbedarf war uns grundsätzlich bekannt. Um ein konkretes Sanierungsprogramm zu erarbeiten, war es wichtig, die Schul-WC-Anlagen systematisch zu begutachten und eine Prioritätenliste nach objektiven Kriterien aufzustellen“, erläutert Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette, die betont: „Über das neue Programm hinaus werden weitere zahlreiche Toilettenanlagen in den kommenden Jahren im Rahmen von ohnehin anstehenden Gebäudesanierungen modernisiert.“

„Mit diesem Programm werden wir die Situation der sanitären Anlagen in den städtischen Schulgebäuden deutlich verbessern“, freut sich auch Bildungs-, Jugend- und Familiendezernentin Rita Maria Rzyski über die erarbeitete Vorlage. „Um den guten Zustand der sanierten Toiletten in der Folge möglichst lange zu erhalten, wollen wir die Reinigungsintervalle verkürzen. Zudem planen wir, wie es seit Jahren praktiziert wird, auch an diesen Schulen die Schülerinnen und Schüler in die Gestaltung der neuen Toilettenanlagen miteinzubeziehen, damit sie sich mehr mit den Gebäuden identifizieren und damit eine höhere Hemmschwelle vor Vandalismus entsteht.“

Die Fachbereiche Schule und Gebäudemanagement haben in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe circa 1.000 Toilettenanlagen mit insgesamt rund 10.000 Sanitär­gegenständen begutachtet. Der Sanierungsbedarf wurde anhand festgelegter Kategorien und Gewichtungskriterien systematisch erfasst und in eine Prioritätenliste überführt. Nicht überprüft werden mussten Schultoiletten, die jüngst bereits saniert wurden oder deren Modernisierung mit anstehenden Gebäudesanierungen in den kommenden Jahren geplant ist.

Bei den WC-Anlagen, die für eine Sanierung vorgeschlagen werden, sollen jeweils die vorhandenen Objekte, Trennwände, Fliesen sowie Putz- und Estrichflächen komplett ausgetauscht werden, die durch langjähriges Eindringen von Urin häufig die Quelle des unangenehmen Geruchs sind. Im Regelfall sollen auch die Trinkwasser- und Abwasserleitungen sowie elektrischen Leitungen erneuert werden. Vorhandene Fenster werden nach örtlicher Gegebenheit und Bedarf ersetzt, um Lüftungsmöglichkeiten zu verbessern. Je nach örtlichem Bedarf sollen vorhandene Lüftungsanlagen erneuert oder ergänzt werden. Bei Grundsanierungen werden vorhandene Trockenurinale durch wassergespülte Modelle ersetzt. „Die in der Vergangenheit eingesetzten Trockenurinale haben sich für den Einsatz in Schulen aufgrund ihrer hohen Pflegeintensität und den nachteiligen Auswirkungen auf das erforderliche Freispülen des Rohrsystems nicht bewährt“, erläutert Rita Maria Rzyski.

Eine Besonderheit des vorgelegten Programms ist, dass auf politische Entscheidungsprozesse für jede Einzelmaßnahme verzichtet werden soll. „Dadurch wird die Abarbeitung des Programms stark beschleunigt“, beschreibt Sabine Tegtmeyer-Dette das Ziel dieses angestrebten Vorgehens.

Die Beschlussvorlage ist im Internet unter www.ratsinfo-hannover.de zu finden.

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