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nach’n Rathaus hin“ – neunter Tag der offenen Tür unter dem Motto „Integration“

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Am Sonnabend (27. September) heißt es zum neunten Mal "nach’n Rathaus hin". Der Tag der offenen Tür im Kuppelbau am Maschteich steht dieses Mal unter dem Motto "Integration in Hannover – für ein buntes Miteinander". Von 11 bis 18 Uhr sind große und kleine HannoveranerInnen aller Nationen und ihre Gäste eingeladen, bei freiem Eintritt das historische Gebäude kennen zu lernen. Sie bekommen ein vielseitiges Programm im Rathaus und auf dem Trammplatz geboten, das in ganz unterschiedlichen Facetten zeigt, wie Rat und Verwaltung an dem Thema "Integration" arbeiten bzw. wie Integration von HannoveranerInnen mit Migrationshintergrund in der Stadt gelebt wird. Passend zu Thema wurde das Datum gewählt, das in diesem Jahr den traditionellen Juni-Termin des Tages der offenen Tür ersetzt: Am letzten Septemberwochenende beginnt die "Interkulturelle Woche – Woche der ausländischen Mitbürger". "Wir lehnen uns mit dem diesjährigen Themenschwerpunkt an den im Frühjahr erstmalig vorgelegten Lokalen Integrationsplan (LIP) an", erläuterte Oberbürgermeister Stephan Weil heute (17. September) bei der Vorstellung des Programms. "Natürlich geht es nicht um eine buchstabengetreue Präsentation des 120 Seiten starken Papiers. Deren Unterhaltungswert wäre vermutlich eingeschränkt – und auf ihn soll es an einem solchen Tag ja in erster Linie ankommen", so Weil. "Also werden die Besucher-innen und Besucher vieles am praktischen Beispiel, unterhaltsam und mit Spiel und Spaß verpackt gezeigt bekommen, was sich in den Handlungsfeldern des LIP – von Sprache bis Stadtverwaltung – verbirgt und von Politik und Verwaltung bearbeitet wird."

Zu erleben ist zum Beispiel eine Einbürgerungszeremonie, bei der der Oberbürgermeister rund 30 Personen ihre Einbürgerungsurkunde überreicht. Im Umfeld der Veranstaltung kann man sich unter anderem bei Ordnungs- und Finanzdezernent Dr. Marc Hansmann über die Arbeit der Migrationsberatungsstellen und Einbürgerungsfragen unterrichten. Integrationslotsen, die Neuangekommene durch den Dschungel von Behörden und Gesellschaft führen, stehen ebenso für Auskünfte bereit wie Rucksackmütter, die eine wichtige Rolle bei der Sprachförderung von Kindern und Eltern in den Stadtteilen spielen. Wie sie "Das Eigene und das Fremde" erleben, diskutieren Kinder in einer philosophischen Gesprächsrunde vor und mit Gästen.

Junge Menschen und die Frage nach gegenseitigem Respekt und der Anerkennung von Regeln stehen auch im Mittelpunkt von Projekten wie "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" der IGS Linden, dem "Soccercourt-Welt-turnier" der städtischen Jugendzentren und Spielparks oder die Arbeit des Täter-Opfer-Ausgleichs.

Wer sich für die Belange älterer Menschen mit und ohne Migrationshintergrund interessiert, findet kompetente AnsprechpartnerInnen beim Seniorenbeirat. Und dass es nicht erst in unserer Zeit HannoveranerInnen anderer Nationalitäten gibt, zeigen die Beispiele, die das Historische Museum mitbringt. "Wie schon bei der Erstellung des LIP war uns auch bei der Vorbereitung des Tages der offenen Tür klar: Das Thema ‚Integration’ allein aus Sicht von Menschen ohne Migrationshintergrund zu betrachten, wäre einäugig", unterstreicht Weil. "Wir haben daher Vereine und Verbände ausländischer Mitbür-gerinnen und Mitbürger gefragt, ob sie sich mit einem Beitrag an diesem Tag beteiligen möchten. Wir freuen uns sehr, dass 16 von ihnen unserer Bitte gefolgt sind und auf dem Trammplatz mit Infoständen, kulinarischen Angeboten und einem vielfältigen Bühnenprogramm zeigen, was ‚Integration in Hannover – für ein buntes Miteinander’ außerhalb des Rathauses heißt", dankt der Oberbürgermeister allen Beteiligten. In der Mitte des Trammplatzes wird die Bühne rund sechs Stunden lang abwechslungsreich bespielt: Das Programm reicht von afrikanischer Modenschau, Flamenco und Gospel über Mädchentanzgruppen aus städtischen Freizeitheimen bis zu mexikanischer, peruanischer, türkischer und vietnamesischer Musik. Umrahmt wird das internationale Angebot auf dem Platz unter anderem durch die Präsentationen der Feuerwehr mit Fahrradversteigerung des Fundbüros durch den Kämmerer um 13 Uhr, den Soccercourt, Zirkus zum Mitmachen und spezielle Aktionen des Museums August Kestner, das bei freiem Eintritt in seinen Beitrag zu "Hannover goes Fashion" lockt.

Zur Tradition des Tages gehören im Rathaus die Entdeckungstouren unter der kundigen Führung des Oberbürgermeisters und der RathausführerInnen. Wieder ist die Amtskette des Oberbürgermeisters ebenso wie historische und aktuelle Signaturen in den Goldenen Büchern zu bewundern. Wieder ist die Auffahrt auf den Turm kostenlos. Und nicht zuletzt geht es auch im Haus wieder musikalisch zu-– mit Musik der Brassberries auf der großen Treppe und Konzerten der Musikschule ab 14 Uhr im Mosaiksaal.

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