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Gartenregion Hannover

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Ausschuss empfiehlt: Weitere 250.000 Euro sollen in Projekte fließen

Die Region Hannover bereitet sich auf das Gartenjahr 2009 vor: Der Ausschuss für Umwelt und Naherholung der Region Hannover hat am Dienstag, 23. September, empfohlen, weitere Projekte im Rahmen der Gartenregion 2009 zu bezuschussen. Mit rund 250.000 Euro soll die Region investive Vorhaben in der Landeshauptstadt und im Umland unterstützen.

Ein Zuschuss in Höhe von 50.000 Euro an die Union Boden GmbH soll sicherstellen, dass die „Gärten im Wandel“ auf dem ehemaligen Expo-Gelände aufgewertet werden. Während sich die Gartenanlagen bis heute in einem guten Zustand befinden, war es bisher nicht möglich, auch die Pavillons in adäquater Form zu bewahren. Diese sind ein Bestandteil des Gartenkunstwerkes und haben über die Jahre durch Vandalismus und Diebstahl Schaden genommen. Im Rahmen der Gartenregion Hannover sollen Graffiti beseitigt, die Baulichkeiten instand gesetzt und langfristig gesichert werden. Schon während der Expo 2000 hatte die „Gärten im Wandel“ des Landschaftsarchitekten Kamel Louafi die Gäste begeistert.

Auch der Ottomar-von-Reden-Park in Gehrden soll für die Gartenregion 2009 deutlich aufgewertet werden. Grundlage für die geplante Umgestaltung ist ein Sanierungs- und Nutzungskonzept, das die Region in Auftrag gegeben hat. Die Planung baut auf die Historie des ehemaligen Gutsparkes auf, nimmt Rücksicht auf den vorhandenen Baumbestand und zeigt einen Weg für die künftige Nutzung als Bürgerpark auf. 100.000 Euro wurden bereits für das Vorhaben bewilligt, nun soll die Summe noch einmal um 48.000 Euro aufgestockt werden.

Auch für die geplanten Gesundheits- und Therapiegärten an Krankenhäusern der Klinikum Region Hannover GmbH soll die Investitionssumme um 30.000 Euro angehoben werden. Folgt die Regionsversammlung der Empfehlung des Fachausschusses, stehen für das Projekt insgesamt 200.000 Euro zur Verfügung. Geplant ist neben einer gärtnerischen Umgestaltung auch die künftige Nutzung zu Therapiezwecken: Im Krankenhausgarten Burgwedel soll ein Schwerpunkt auf die Physio- und Schmerztherapie gesetzt werden. Im Krankenhausgarten Neustadt ist die Entstehung eines Therapieraums im Grünen mit Schwerpunkt Orthopädie geplant. Die Gärten sollen zudem als Rückzugs- und Kommunikationsorte für die Patienten dienen.

Im Zechenpark Barsinghausen soll ein „Wohnzimmer im Freien“ entstehen. Kurz vor dem Aussichtspunkt des Haldenkegels wird ein imaginäres Zimmer – markiert durch freistehende Fenster und Türen und inklusive entsprechender Wohnzimmereinrichtung – die Gäste zum Verweilen einladen. Die einzelnen Elemente des Zimmers entstehen in Zusammenarbeit von Künstlern der Kunstschule Noa Noa und Barsinghäuser Einwohnern. Nach Fertigstellung soll das Wohnzimmer im Freien als Picknickstätte, Spielort und für kleinere Veranstaltungen genutzt werden. Die Region will das Vorhaben mit 20.500 Euro unterstützen – das letzte Wort dazu hat die Regionsversammlung am 7. Oktober.

Die Stadt Springe will den Spielbereich im Volkspark Springe attraktiver gestalten. Geplant ist, die steilen Ufer der Haller durch einen Rückbau in flache Zonen verwandeln und in die Spielbereiche einzubeziehen. Das Vorhaben ergänzt die Maßnahmen der vergangenen Jahre, in denen ein Ballspielplatzes und ein Grill mit  Sitzgruppe entstanden und der Teich im Volkspark saniert wurde. Das Projekt soll mit 16.000 Euro bezuschusst werden.

Zwei Vorhaben sollen mithilfe der Regionszuschüsse in Steinhude umgesetzt werden: die Erweiterung der Skulpturenpromenade und die Verschönerung des Kurparks. Die Skulpturenpromenade, die durch den Verkehrsverein Steinhude 1996 angelegt wurde und seitdem stetig erweitert wird, soll durch eine Sitzgruppe mit Wasserspiel und Sonnenuhr ergänzt werden. Dafür sollen 15.000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Der Kurpark Steinhude ist durch seine Lage ein wichtiges Bindeglied zwischen der Meerpromenade und dem historischen Scheunenviertel, lädt aber in seinem jetzigen Zustand weder zum Hindurchgehen noch zum Verweilen ein. Das soll sich ändern. Im Rahmen der Gartenregion sollen mit einem Zuschuss von 10.000 Euro ein neues attraktives Wegesystem entstehen und ein Dutzend Sitzbänke aufgestellt werden. Im Aktionsjahr 2009 der Garenregion soll der Kurpark auch als Veranstaltungsort genutzt werden.

Darüber hinaus soll die Stadt Hannover einen weiteren Zuschuss in Höhe von 50.000 Euro für die Restaurierung des Gartentheaterbereiches im Großen Garten in Herrenhausen sowie für die Verbesserung der technischen Infrastruktur und der Beleuchtung dort erhalten.

Die Gartenregion Hannover ist ein gemeinsames Projekt der Region Hannover in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Hannover und den 20 weiteren regionsangehörigen Städten und Gemeinden. Ziel ist es, die Grünqualitäten der Region mit ihrer Vielfalt an Gärten, Parks und Landschaften weiter zu entwickeln und nach außen zu vermarkten: im Jahr 2009 mit einem breit gefächerten Kultur- und Veranstaltungsprogramm.

Insgesamt sind für Investitionen in den öffentlichen und privaten Grünanlagen der  Region 2 Millionen Euro vorgesehen. Die Region leistet dabei eine Anschubfinanzierung für einzelne Projekte in Höhe von maximal 50 Prozent. Die andere Hälfte der notwendigen Kosten bringen die jeweiligen Projektpartner auf. Wichtiger Partner des Projektes ist die Sparkasse Hannover.

PM: Region Hannover

Kategorie: Region

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