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Pflegekinderdienst der Region Hannover

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Jedes Jahr suchen etwa 20 Kinder in der Region Hannover ein neues Zuhause, weil ihr Wohl bei den leiblichen Eltern gefährdet ist. Manchmal bleiben sie nur für kurze Zeit in der Pflegefamilie, meistens aber bis zur Volljährigkeit.

Der Pflegekinderdienst der Region Hannover sucht Eltern, die sich der besonderen Herausforderung stellen, ein Kind zur Pflege aufzunehmen, zu versorgen und aufzuziehen. So lange, bis das Kind volljährig ist. Oder so lange, bis die leiblichen Eltern wieder in der Lage sind, ihr Kind zu sich zu nehmen. „In den meisten Fällen bleiben Pflegekinder auf Dauer in ihren neuen Familien“, sagt Dieter Luczak-Frerichs, Leiter des Teams Fachdienste für Jugendhilfe der Region Hannover. „Für Pflegefamilien ist es aber oft belastend, dass es zu Beginn zwar eine Einschätzung, aber keine Sicherheit über die Verbleibdauer gibt.“

Etwa 190 Pflegeeltern gibt es in der Region Hannover, rund 270 Kinder haben bei ihnen ein neues Zuhause gefunden. Das Anforderungsprofil an die Eltern ist hoch: Um als Pflegeeltern bei der Region Hannover anerkannt zu werden, müssen sie gesund und ihre finanziellen Verhältnisse gesichert sein. Sie dürfen nicht vorbestraft sein und müssen gewährleisten, dass das neue Familienmitglied ein eigenes Zimmer erhält. Pflegekinder aufnehmen können sowohl Alleinerziehende als auch Paare, deren Beziehung seit mindestens drei Jahre bestehen und stabil sein sollte. Geeignete Pflegefamilien werden auf die Aufnahme eines Kindes durch persönliche Gespräche und einen 20-stündigen Kurs vorbereitet.

Pflegeeltern müssen außerdem in der Lage sein, regelmäßige Besuchskontakte zur Herkunftsfamilie zu begleiten. „Im Unterschied zur Adoption haben die Kindeseltern ein Recht auf Besuchskontakte“, erklärt Dieter Luczak-Frerichs, „und sie behalten auch häufig das Sorgerecht für ihre Kinder.“

Bevor eine geprüfte Pflegefamilie ein Kind aufnimmt, lernt die Familie das Kind und die Kindeseltern kennen. Vor Aufnahme in die neue Familie besteht etwa einen Monat lang häufiger Kontakt zwischen künftigen Pflegeeltern und Kindern. Der Pflegekinderdienst der Region Hannover betreut diese sensible Phase. „Natürlich haben Eltern die Wahl, sich auch gegen ein Kind zu entscheiden“, so Luczak-Frerichs. „Schließlich wollen wir, dass beide Seiten mit der neuen Situation gut leben können.“

Die meisten Kinder wechseln vom ersten bis zum siebten Lebensjahr in eine Pflegefamilie. Doch auch die Jüngsten kommen nicht ohne Vorgeschichte. „Pflegekinder bringen – egal in welchem Alter – eine eigene Vergangenheit mit, die sie selbst bei liebevoller Fürsorge oder Förderung weiter begleiten wird“, sagt Luczak-Frerichs, der seit sechs Jahren den Pflegekinderdienst der Region Hannover leitet.

Trotz mancher Schwierigkeiten – viele Eltern leben mit einem Pflegekind zusammen, als wäre es ihr eigenes. Und den Kindern geht es in den neuen Familien besser als zuvor. Der Pflegekinderdienst begleitet die Pflegekinder bis zu ihrer Volljährigkeit, berät in Erziehungsfragen, vermittelt Hilfen durch andere Fachdienste, schlichtet bei Konflikten, organisiert Fortbildungen.

Wer daran interessiert ist, ein Pflegekind aus der Region Hannover aufzunehmen, meldet sich beim Fachbereich Jugend der Region Hannover. Ansprechpartner im Pflegekinderdienst sind Frau Seliger und Frau Lindner-Heumann unter der Telefon Nummer 0511/616- 22155, E-Mail: Pflegekinder@Region-Hannover.de.

An folgenden Terminen bietet der Pflegekinderdienst außerdem allgemeine Informationsabende an:

  • Am Dienstag, 30. September 2008, und am Dienstag, 25. November 2008, um 18 Uhr im Haus der Region, Hildesheimer Straße 20 in Hannover (Raum 225).
  • Am Montag, 6. Oktober 2008, um 20 Uhr in der Kirchengemeinde Horst, Andreaestr. 9, in Garbsen
  • Am Dienstag, 14. Oktober 2008, um 19 Uhr in der Silvanus Kirchengemeinde, Auf dem Kronsberg 32, in Garbsen

PM: Region Hannover

Kategorie: Familien

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