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Lernen und Lehren im Passivhaus

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Gewinner des Architekturwettbewerbs ausgezeichnet

Den Lern-, Lehr- und Lebensort Schule attraktiv gestalten, dieser Aufgabe widmeten sich Studenten der Leibniz Universität Hannover im Rahmen eines vom enercity-Fonds proKlima ausgelobten Wettbewerbs. Für die Planung der neuen Grundschule in Hannover-Davenstedt war der Passivhausstandard das Maß der Dinge.

Der Effizienzgedanke und die Behaglichkeit sollten bei den Entwürfen für den Neubau der Grundschule „In der Steinbreite“ im hannoverschen Stadtteil Davenstedt im Vordergrund stehen – eine Herausforderung für die Teilnehmer des Architekturwettbewerbs. Die zu planende dreizügige Schule mit teilbarer Sporthalle war im Passivhausstandard zu konzipieren: Durch eine luftdichte Gebäudehülle in Kombination mit einer hervorragenden Dämmung, einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und die optimale Nutzung des Tageslichts wird der Energiebedarf stark reduziert. Die noch benötigte Heizwärme sollte durch regenerative Energieträger wie Holzpellets erzeugt werden.

Das Institut für Entwerfen und Konstruieren (IEK) der Universität Hannover führte den Wettbewerb im Sommersemester 2008 über die zwei Abteilungen Gebäudetechnik sowie Baukonstruktion und Entwerfen durch. Als Vorbereitung nahmen alle Teilnehmer bereits im Wintersemester 2007/2008 an einem Seminar zum Schulentwurf mit inhaltlichen Schwerpunktvorträgen und Workshops teil.

Wissensvorsprung sichern

proKlima will durch den Wettbewerb dazu beitragen, dass sich die Planer von morgen frühzeitig mit den neuesten Techniken auseinandersetzen. „Fundiertes Wissen zum energieeffizienten Bauen ist für Architekten bereits heute eine Schlüsselqualifikation“, sagt Tobias Timm, stellvertretender Geschäftsführer von proKlima. Zudem führe am Passivhausstandard kein Weg mehr vorbei, da er im Neubau schon jetzt die wirtschaftlich beste Lösung sei. „Insbesondere bei einer Schule lassen sich hiermit drastische Betriebskostensenkungen erzielen“, betont Timm.

Der enercity-Fonds hat seinen nunmehr sechsten Architekturwettbewerb gemeinsam mit der Leibniz Universität Hannover initiiert. proKlima unterstützte den aktuellen Wettbewerb finanziell mit rund 17.500 Euro. Hiermit wurden unter anderem begleitende Seminare, die Honorare der Gastdozenten sowie die Preisgelder in Höhe von 2.250 Euro finanziert.

Wie praxisnah der Wettbewerb konzipiert ist, beweist die Entscheidung der Landeshauptstadt  Hannover: Sie hat das Projekt ausgeschrieben und sich für einen Neubau der Grundschule im Passivhausstandard entschieden. Der Siegerentwurf stammt vom Bremer Architekturbüro Schröderarchitekten. Das Gebäude soll bis Juni 2009 schlüsselfertig übergeben werden.

Die Gewinner

Eine fachlich hochkarätig besetzte Jury zeichnete die Gewinner am  1. Oktober 2008 in Hannover aus.

  • 1. Preis (1.000 Euro): 
    Svenja Pabst (22), Cathrin Münnekhoff (22), beide 7. Semester
  • 2. Preis (750 Euro): 
    Rambod Habibi (24), 7. Semester
  • 3. Preis (500 Euro): 
    Helge Grüter (23), 9. Semester, Thomas Wojtowicz (23), 7. Semester

Die Wettbewerbsarbeiten mit Modellen und Plänen sind bis zum 16. Oktober 2008 im Kleinen Foyer des Uni-Architekturgebäudes an der Herrenhäuser Straße 8 zu sehen (Öffnungszeiten von Montag bis Freitag: 8 bis 20 Uhr).

Der enercity-Fonds proKlima

proKlima, im Juni 1998 gegründet, wird von den Städten Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze (proKlima-Fördergebiet) sowie der Stadtwerke Hannover AG (enercity) finanziert. Mit seinen Initiativen und Förderprogrammen unterstützt proKlima schwerpunktmäßig die Heizenergie-Einsparung in Alt- und Neubauten, das Errichten von Solarwärmeanlagen und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung. Der europaweit einzigartige Klimaschutzfonds bewilligte von 1998 bis 2007 Fördermittel in Höhe von rund 40 Millionen Euro. Im Jahr 2008 fließen wiederum über fünf Millionen Euro in den Fonds. Die Stadtwerke Hannover zahlen den Großteil dieser Summe ein. Die Vergabe der Fördermittel erfolgt nach strengen Kriterien: Die CO2-Effizienz, die absolute CO2-Reduzierung, die Multiplikatorenwirkung und der Innovationsgrad der Maßnahmen sind ausschlaggebend.

www.enercity.de

PM: Stadtwerke Hannover AG

Kategorie: Bildung

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