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Landesarmutskonferenz Niedersachsen

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Stand Up: vom 17.-19.10.2008 stehen weltweit Millionen Menschen gegen Armut auf, 43,7 Millionen Menschen in 127 Ländern waren es am Internationalen Tag der Armutsbekämpfung am 17. Oktober 2007. Die Landesarmutskonferenz Niedersachen solidarisiert sich mit der UN Millenniumskampagne, die sich zum Ziel setzt, Armut zu bekämpfen. Armut findet nicht nur in fernen Ländern statt, sie ist mitten unter uns und hat in den letzten Jahren zugenommen. Laut dem „Dritten Armuts- und Reichtumsbericht“ der Bundesregierung von 2008 sind 13 % der Bevölkerung direkt von Armut betroffen, weitere 13 % von ihr bedroht. „Eine bessere Beteiligung der Betroffenen bei der Bekämpfung von Armut in allen Lebensbereichen (gesellschaftlich, politisch, gesundheitlich und kulturell)   ist dringend erforderlich. Die Landesarmutskonferenz Niedersachsen wird bei der Beteiligung von Betroffenen einen Schwerpunkt ihrer zukünftigen Arbeit legen“, so LAK Sprecher Martin Fischer vom Diakonischen Werk der Landeskirche Hannovers. „Es darf nicht mehr über die Köpfe der Betroffenen hinweg gehandelt, sondern muß gemeinsam mit ihnen und anderen Akteuren aus Staat und Gesellschaft nach Wegen zur Armutsbekämpfung gesucht werden“. 

LAK Sprecher Horst-Peter Ludwigs vom Nieders. Flüchtlingsrat äußert sich besorgt darüber, dass in einem so reichen Land wie Deutschland gerade von Menschen, denen es materiell gut geht und von Menschen, die politische Verantwortung tragen, Vorurteile und Diskriminierungen geäußert werden. Es verstärkt sich dadurch der Eindruck, dass wir in einer Gesellschaft mit eklatantem Mangel an sozialer Empathie leben. Er ist bestürzt darüber, dass vermutlich täglich millionenfach Betroffene von den zuständigen Behörden und von der Öffentlichkeit gedemütigt werden.

„Die Wahrnehmung von Armut ist eine Fähigkeit, die man erlernen muß. Leider ist festzustellen, dass diese Fähigkeit in unserer Gesellschaft immer mehr verkümmert und dadurch die Ausgrenzungsmechanismen immer stärker werden. Andere Lebenswelten als die eigenen werden nicht mehr richtig wahrgenommen.“

Kategorie: Politik

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