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Nazi-Musik in Hannover? “Böhse Onkelz”-Coverband “Glorreiche Halunken”

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Am Freitag, den 24.10.2008 soll ein Konzert mit der “Böhse Onkelz”-Coverband “Glorreiche Halunken” stattfinden. Bei dem letzten Konzert dieser Art am 15.12.2006 im Labor gab es jedoch heftige Probleme mit Neonazis. Diese sind, laut Augenzeugenberichten, durch das Rufen von rechtsextremen Parolen sowie dem Singen von SS – Liedern aufgefallen. Außerdem sind mehrere Passanten, die die Neonazis auf ihr Verhalten angesprochen haben, von diesen angegriffen worden. Die “Neue Presse” berichtete am darauffolgenden Montag den 18.12.2006: “Laut Polizei hörten rund 200 Besucher zu, die dem rechten Spektrum zuzuordnen seien”. Auch der Bezirksrat Nord hat sich mit den Vorfällen des Abends beschäftigt, nachdem ein Mitarbeiter des AStA den Vorfall auf einer Bezirksratssitzung thematisiserte. Laut seinen Angaben waren die Konzertbesucher zum Teil mit Schlagstöcken bewaffnet und durch rechtsextreme Parolen und T-Shirts aufgefallen (Stadt-Anzeiger vom 01.02.2007).

Dass es ausgerechnet an diesem Abend mitten in der Nordstadt zu solchen Szenen kam, war jedoch kein Zufall. Diese Vorfälle müssen in direktem Zusammenhang mit dem Motto der Veranstaltung gesehen werden, nämlich den “Böhsen Onkelz”. Bei den “Böhsen Onkelz” handelt es sich um eine Band, die sich einen nicht zu verachtenden Teil ihrer Karriere, nämlich die ersten Jahre, in denen sie berühmt geworden sind, im neonazistischen Milieu bewegt hat. Im Laufe der Jahre haben sie sich zwar von diesem Milieu zaghaft distanziert, aber eben auch gerade nur so, dass ihnen große Teile ihrer rechtsextremen Hörer treu geblieben sind. Dementsprechend werden auch bei Konzerten von “Böhse Onkelz”-Coverbands immer Neonazis einen beachtlichen Teil des Publikums ausmachen.

Das „Bürgerbündnis gegen rechts Hannover“ will, dass weder den Neonazis Platz zum feiern geboten wird, noch dass sich solche Vorfälle wie am 15.12.2006 wiederholen.

Kategorie: Politik

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