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„Meine Anstellung war lebenslänglich und hörte 1933 auf”

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Werner Kraft – Bibliothekar, Dichter, Literaturkritiker in Hannover

Am 23. Oktober fand die Feierstunde zu Ehren Werner Krafts mit der Benennung des Vortragssaales der GWLB in Werner Kraft Vortragssaal statt.

Die Ausstellung im Katalogsaal der GWLB ist noch bis zum 17.01.2009 zu sehen.

Der am 4. Mai 1896 in Braunschweig geborene Bibliothekar und Schriftsteller war seit 1928 in Hannover an der Vormals Königlichen und Provinzial-Bibliothek, der heutigen Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek, tätig. Hier entdeckte er u. a. die Schriften von Carl Gustav Jochmann wieder. 1933 wurde er – wie seine Kollegin, die Bibliothekarin Paula Blank – als Jude entlassen und emigrierte mit seiner Familie über Paris nach Palästina, wo er bis zu seinem Tod in Jerusalem lebte.

Seit 1956 arbeitete er als freier Schriftsteller und Essayist deutscher Sprache. Er veröffentlichte zahlreiche Werke über Karl Kraus, Rudolf Borchardt, Franz Kafka, Carl Gustav Jochmann sowie Hugo von Hofmannsthal, Stefan George, Heinrich Heine und Johann Wolfgang von Goethe. Darüber hinaus gab er Werke von Heinrich Heine, Karl Kraus, Else Lasker-Schüler sowie von Ludwig Strauß, Johann Gottfried Seume und Carl Gustav Jochmann heraus.

Seinem Schaffen hinzuzurechnen sind außerdem etwa 400 Veröffentlichungen in deutschsprachigen Zeitschriften und Zeitungen.

Werner Kraft starb im Alter von 95 Jahren am 14. Juni 1991 in Jerusalem. Seine Werke werden in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek gesammelt und in einer Internet-Datenbank (Werner-Kraft-Bibliographie) verzeichnet.

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