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Hannover bekommt ein Leibniz-Denkmal

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Gottfried Wilhelm Leibniz kehrt nach Hannover zurück: Dem großen Universalgelehrten wird in der Landeshauptstadt ein vom hannoverschen Künstler Stefan Schwerdtfeger gestaltetes Denkmal gesetzt. Am 27. November wird es in der Innenstadt auf dem Gehweg zwischen Georgsplatz, Georgstraße und der Straße An der Börse feierlich enthüllt. Die Initiatoren, die Journalisten Friedrich Oehler und Hartmuth Schulz, gaben dieses Vorhaben gemeinsam mit Oberbürgermeister Stephan Weil und dem Künstler heute (29. Oktober) bekannt und präsentierten dabei ein 32 Zentimeter hohes Modell des Denkmals. Das rund 110.000 Euro teure Original ist eine Schenkung, für die zehn Mäzene gewonnen wurden.

"Hannover besinnt sich seit einigen Jahren verstärkt seines großen Universalgelehrten. Nach den Umbenennungen der Universität und der Landesbibliothek wird das neue Denkmal als weiterer wichtiger Baustein die Bedeutung Hannovers als Leibniz-Stadt dokumentieren. Ich danke den Initiatoren sowie allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die dieses Projekt ermöglicht haben", sagte Oberbürgermeister Stephan Weil bei der Präsentation.

Gottfried Wilhelm Leibniz (1646 bis 1716) entwickelte das binäre System, nach dem die heutigen Computer rechnen, und erfand die erste dezimale Rechenmaschine für alle vier Grundrechenarten. Daneben bewies er seine außergewöhnlichen Fähigkeiten als Jurist, Naturwissenschaftler, Politiker, Philosoph, Historiker, Theologe und Diplomat. In Hannover arbeitete er unter anderem als Hofrat und Hofbibliothekar. Das rund drei Meter hohe Denkmal erinnert nicht nur an die Person, sondern weist auch auf Leibniz Schaffen hin. So wird die Bronzeskulptur, die auf einem Granitsockel steht, um zwei Informationsblöcke ergänzt, die das binäre Zahlensystem abbilden, und Leibniz zitieren: "Unitas in multitudine" (Einheit in der Vielfalt).

"Leibniz hat in den letzten Jahren Öffentlichkeit bekommen in der Stadt. Das Denkmal wird diesen Prozess noch verstärken, weil es künftig möglich ist, ihm auch zu begegnen. Die Skulptur wird nicht nur an das Genie erinnern, sondern auch allgemeinverständlich über Leibniz informieren", betonte Friedrich Oehler.

Die zehn Sponsoren, die Oehler und Schulz für dieses Projekt gewinnen konnten und die auch auf dem Denkmal erwähnt werden, sind: das Haus Hannover (Prinz Ernst August von Hannover), Fritz-Behrens-Stiftung, Deutsche Bank Hannover, Sparda-Bank Hannover Stiftung, BHF-Bank Hannover, Volkswagen Nutzfahrzeuge, CeBIT Hannover, Verlagsgesellschaft Madsack, Lavesstiftung der Architektenkammer Niedersachsen und der Presse Club Hannover. Die Arbeiten für die Aufstellung des Denkmals beginnen am 10. November, das Fundament dafür wurde bereits geschaffen.

PM: Presseserver Hannover

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