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Koordinierungszentren Kinderschutz erfolgreich gestartet

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Ross-Luttmann: "Gefährdete Kinder früher erkennen und ihnen schneller helfen"

Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann bewertet die Startphase der vier vom Land geförderten Koordinierungszentren Kinderschutz als erfolgreich. In Braunschweig, Hannover, Lüneburg und Oldenburg haben vor allem die Träger der Kinder- und Jugendhilfe sowie Akteure aus dem Gesundheitswesen eine solide Basis geschaffen, ihre Arbeit enger miteinander abzustimmen.

"Unser Ziel ist es, bis zur zweiten Jahreshälfte 2010 durch unser Modellprojekt wirksame kommunale Netzwerke früher Hilfen einzurichten, die den Kinderschutz stärken", sagte Ross-Luttmann heute während einer Fachtagung in Braunschweig. "Die Handelnden vor Ort sollen künftig frühzeitiger Lebenssituationen für Kinder erkennen und beurteilen, in denen beispielsweise Gefahr durch Gewalt oder Vernachlässigung droht. Nach verbindlich vereinbarten Reaktionsketten können die Projektpartner dann passgenaue Hilfen anbieten", so die Sozialministerin. Das Land fördert die Modellprojekte mit insgesamt 1,4 Mio. Euro und finanziert für die Standorte eine wissenschaftliche Projektbegleitung.

Das Institut für soziale Arbeit hat den Aufbau und die erste Phase an den Projektstandorten in einem Zwischenbericht zusammengefasst. Danach sind der Aufbau der Arbeits- und Organisationsstrukturen, die Beschäftigung von hauptamtlichen Koordinatoren und Koordinatorinnen sowie eine Bestandsanalyse der lokalen Gegebenheiten an allen vier Standorten erfolgt. Schwerpunkt der kommenden Arbeit wird es sein, dass die lokalen Partner im Kinderschutz verbindlich Handlungsabläufe und Kooperationsvereinbarungen festlegen sowie deren Praxistauglichkeit erproben. In Braunschweig ist bereits eine erste Kooperationsvereinbarung mit Festlegung konkreter Handlungsabläufe bei gefährdeten Kindern zwischen der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, den niedergelassenen Kinderärzten und dem Fachbereich, Kinder, Jugend und Familie unterschriftsreif ausgearbeitet. 
Auch in Lüneburg arbeiten die Projektpartner bereits an der Festlegung von ersten Handlungsabläufen.

Das Oldenburger Projekt hat Fortschritte durch neue Materialien und Schulungen der Fachkräfte im Kinderschutz sowie beim Einstieg in die Entwicklung und Verankerung einer standardisierten Diagnostik in der Kinder- und Jugendhilfe erzielt.

In Hannover konnte durch das Kinderkrankenhaus auf der Bult als Projektbeteiligter und Sitz des Koordinierungsbüros für Stadt und Region, das Know-how einer bundesweit führenden Kinderklinik direkt eingebunden werden.

"Die tragischen Fälle von Kindesmisshandlung der letzten Jahre zeigen, wie wichtig es ist, dass nicht jeder für sich arbeitet, sondern Hilfsangebote engmaschig verknüpft und abgestimmt erfolgen", betont Ross-Luttmann.

Deshalb sollten in den künftigen Netzwerken früher Hilfen Ärzte und Kliniken, Beratungsstellen für Familien, Hebammen, Kinderschutzzentren, Verbände, Kindertagesstätten, Polizei, Gerichte und natürlich die Jugendämter verbindlich und systematisch miteinander kooperieren. "Davon versprechen wir uns einen Qualitätssprung im Kinderschutz in Niedersachsen", sagte die Sozialministerin.

PM: Nds. Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit

 

Kategorie: Familien

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