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BGR legt Teil 3 der Ergebnisse aus der Erkundung des Salzstockes Gorleben vor

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Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) legt jetzt den dritten Band zur Standortbeschreibung Gorleben in der Reihe Geologisches Jahrbuch vor. Darin werden die geowissenschaftlichen Ergebnisse der über- und untertägigen Erkundung des Salzstockes zusammenfassend bewertet.  Trotz der noch nicht abgeschlossenen Erkundung kann nach den bisherigen Untersuchungen festgestellt werden, dass aus geowissenschaftlicher Sicht keine Erkenntnisse aus dem Salinar gegen die Eignungshöffigkeit des Salzstocks Gorleben für die Endlagerung radioaktiver Abfälle vorliegen. Das ungeklüftete und ungestörte Hauptsalz der Staßfurt-Folge steht, wie bereits aufgrund der Auswertung der übertägigen Erkundungsbohrungen prognostiziert, in ausreichendem Maß als potenzielles Wirtsgestein für die Endlagerung radioaktiver Abfälle zur Verfügung. Nach dem Abschluss des übertägigen Erkundungsprogramms und zur Dokumentation der Ergebnisse der weitreichenden untertägigen Erkundung hat die BGR die Befunde der geowissenschaftlichen Untersuchungen am Standort Gorleben in einer Gesamtpublikation zusammengefasst.

Der erste Teil umfasst die Darstellung der Hydrogeologie des Deckgebirges. Der zweite Teil stellt die Ergebnisse der geologischen und strukturgeologischen Erkundung des Deck- und Nebengebirges vor und der jetzt vorliegende dritte Teil beschreibt die Ergebnisse der Erkundung des Salinars. Die Darstellungen werden in einer weiteren Veröffentlichung durch die Beschreibung der geotechnischen Untersuchungen in einem vierten Teil ergänzt. Die vorliegende Zusammenstellung der Daten und die Darstellung der fachlichen Bewertung der geowissenschaftlichen Erkundungsergebnisse sollen neben der Dokumentation auch dazu dienen, die in der Öffentlichkeit und im politischen Raum kontrovers geführte Diskussion um den Standort Gorleben zu versachlichen. Der Salzstock Gorleben stellt den weltweit am besten untersuchten Standort für ein Endlager radioaktiver Abfälle dar. Er wurde von 1979 bis 2000 über- und untertägig mittels umfangreicher geologisch-geophysikalischer Methoden erkundet. Am 1. Oktober 2000 wurden die Erkundungsarbeiten unterbrochen (Moratorium).Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) bearbeitet als zentrale Institution der Bundesregierung auf dem Gebiet der Geowissenschaften im Rahmen von Endlagermaßnahmen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) geowissenschaftliche Fragen bei der Erkundung des Standortes Gorleben.

Alle Untersuchungsergebnisse, die bei den über- und untertägigen geologischen Erkundungsarbeiten  anfallen, werden von der BGR interpretiert und dargestellt. Die Ergebnisse der Erkundung und der Sicherheitsanalyse sind die Basis für die Standortbewertung und das anschließende atomrechtliche Genehmigungsverfahren.  

Weitere Informationen: http://www.bgr.bund.de/nn_322852/DE/Themen/Geotechnik/Aktuelles/aktuelles__node.html?__nnn=true 

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