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ASTA UNI Hannover:Bundesweit erster Ratgeber „Arbeitslosengeld I und II für Studierende“

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Ansturm von Studierenden auf die Sozialbehörden ist das erklärte Ziel

Die BAföG- und Sozialberatung des AStA der Universität Hannover hat in Kooperation mit dem AStA der Universität Hannover, dem freien Zusammenschluss von StudentInnenschaften (fzs) und dem Bundesausschuss der Studentinnen und Studenten (BASS) in der GEW den bundesweit ersten, explizit für Studierende verfassten Ratgeber zum Thema Arbeitslosengeld I (Alg I) und Arbeitslosengeld II (Alg II) herausgegeben. AutorInnen der 124-seitigen Broschüre sind MitarbeiterInnen der BAföG- und Sozialberatung im AStA der Leibniz Universität, die aus den Erfahrungen ihrer Beratungstätigkeit heraus die Notwendigkeit eines Ratgebers für Studierende gesehen haben.

Mit der nötigen Parteinahme für die Betroffenen werden darin die wichtigsten Grundlagen dargelegt und nützliche Tipps gegeben, wie sich StudentInnen, die kein oder nicht ausreichend BAföG bekommen, über alternative Sozialleistungen wie Alg I oder Alg II finanzieren können. Die politischen und juristischen Bemühungen, sowohl Alg I als auch Alg II von der Studienfinanzierung fern zu halten, werden dabei strategisch umgangen. Dies dient dem selbst erklärten Ziel, sozial Bedürftige nicht ohne Leistungen dastehen zu lassen. „Eine rege Inanspruchnahme der Möglichkeiten ist ausdrücklich erwünscht. Auf diese Weise wird für Studierende eine systematische Lücke im Sozialrecht geschlossen.“ erklärt ein Vertreter der BAföG und Sozialberatung.

Neben den Anspruchvoraussetzungen, den Anrechnungen von Einkommen bzw. Vermögen und den konkreten Leistungen gibt der Ratgeber aufschlussreiche Hinweise zum Umgang mit den Sozialbehörden, die nicht selten StudentInnen mit dem Verweis auf BAföG abweisen. Dieser in der Praxis häufig anzutreffenden Willkür einzelner SachbearbeiterInnen soll ein Riegel vorgeschoben werden. In diesem Sinne stellt der Ratgeber ein notwendiges Selbstbehauptungsinstrument dar. Nur mit dem Wissen um ihre sozialen Ansprüche und fachkundiger Unterstützung durch eine Sozialberatung, ist es Studierenden möglich, Sozialleistungen wie Alg I und Alg II einzufordern.

Bestellt werden kann der Ratgeber zum Selbstkostenpreis über die Internetseite des fzs (www.fzs.de) unter ‚Service’. In Hannover kann er in der BAföG- und Sozialberatung im AStA der Universität Hannover, Welfengarten 2c, abgeholt werden (Öffnungszeiten: Mo- Mi 10-14 Uhr, Do 14- 18 Uhr).

Kategorie: Politik

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