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Kranke Dachplatanen am Geibelplatz: Stadt pflanzt 36 neue Bäume

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Der Geibelplatz ist mit seinen charakteristischen Dachplatanen ein Gesamtensemble aus den 1920er Jahren und steht unter Denkmalschutz. Aufgabe des städtischen Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün ist es, den Platz in seiner ursprünglichen symmetrischen Grundform zu erhalten. Die Dachplatanen wurden in der Nachkriegszeit gesetzt. In den vergangenen 15 Jahren haben sie jedoch stark an Vitalität verloren und leiden seither an verschiedenen Erkrankungen. Zunehmend ist daher die Verkehrssicherheit gefährdet.

Der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün wird deshalb in einer ersten Etappe ab Montag (24. November) insgesamt 36 neue Dachplatanen pflanzen. 31 kranke Bäume auf den Seitenwangen des Platzes werden gefällt und alle freien Standorte mit gesunden Dachplatanen aus der städtischen Baumschule neu bepflanzt. Darüber hinaus werden fünf früher entstandene Lücken geschlossen, damit die ehemals strenge Symmetrie des Platzes wieder hergestellt wird.

Während der Arbeiten kommt es zu Sperrungen im gesamten Bereich des Geibelplatzes. Die Stadt bittet deshalb um Verständnis für die damit zusammenhängenden Behinderungen, die etwa sieben bis zehn Tage dauern können.

Erst wenn die neuen Dachplatanen auf den Seitenflächen angewachsen sind und in
einigen Jahren einen neuen Schirm gebildet haben, sollen in zwei späteren Etappen die Platanenblöcke auf den "Köpfen" des Platzes erneuert werden. Um den vertrauten Anblick des Ensembles – aus der Achse Geibelstraße kommend – möglichst lange zu erhalten, bleiben die Bäume auf der Westseite des Platzes zunächst stehen. Die Gesamterneuerung wird noch mindestens zehn Jahre in Anspruch nehmen.

Die Dachplatanen auf dem Geibelplatz leiden an der Massariakrankheit. Die Pilzkrankheit hat in den vergangenen Jahren bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Durch eine Infektion im oberen Kronenbereich mit den feinen Ästen fallen Sporen auf die unteren Äste der Platanen. Dort dringen die keimenden Sporen in die Oberseite der Äste ein und zerstören sehr schnell das Holz. Die Äste sterben dabei auf ihrer Oberseite ab, während oft die Unterseite noch grün bleibt. Die faulen und abgestorbenen Äste brechen unkontrolliert ab. Dies kann selbst stärkere Äste innerhalb weniger Monate treffen.
Darüber hinaus sind die Platanen schon seit längerem von Platanenkrebs befallen. Der Pilz infiziert offene Wundstellen und Frostrisse an Gehölzen. Das Gewebe stirbt ab, es entstehen geschwulstartige Wucherungen an Stämmen und Ästen, die Bäume werden deutlich geschwächt und es kommt ebenfalls zu unkontrollierten Astabbrüchen.

PM: Presseserver Hannover

 

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