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Gemeinsamer Flyer informiert über Stalking

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Frauennetzwerk in der Region Hannover:

Sie rufen zu verschiedenen Tageszeiten an, sie lungern in der Nähe herum, sie hinterlassen Botschaften, fotografieren ihre Opfer: „Stalker“ werden Menschen genannt, die andere Mensche verfolgen, sie ausspionieren, sie bedrängen. Typische Folgen bei den meist weiblichen Opfern: innere Unruhe, Angst, Schlafstörungen, Depressionen. Seit dem vergangenen Jahr ist Stalking (deutsch: Nachstellung) ein Straftatbestand. Doch noch immer ist die oft subtile Form der Gewalt kaum bekannt.

Mit einem Faltblatt will das Frauennetzwerk in der Region Hannover betroffene Frauen über das Phänomen des Stalking, über die Folgen und die rechtlichen Möglichkeiten informieren. „Mit der Aktion wollen wir Opfer ermutigen, frühzeitig die richtigen Schritte einzuleiten, um gegen Stalker vorzugehen“, sagte die Gleichstellungsbeauftragte Mechthild Schramme-Haack der Region Hannover bei der Präsentation des Flyers im Regionshaus.

Zwar bestehe mit dem § 238 StGB nun ein gesetzlicher Schutz gegen Stalking, doch das garantiere nicht automatisch, dass jede Anzeige auch erfolgreich sei. „Vielmehr müssen Opfer eine Reihe von Punkten beachten, um Stalking juristisch unterbinden zu können“, so Schramme-Haack.

Der Flyer gibt eine Reihe von Tipps, was verfolgte Frauen zunächst einmal tun können, um sich von Druck und Angst zu entlasten. Außerdem zeigt er Handlungsschritte auf, die die Opfer zusammen mit den Frauenberatungsstellen unternehmen können. Allein in der Region Hannover (ohne Landeshauptstadt) wurden im Jahr 2007 im Rahmen häuslicher Gewalt 120 Stalking-Fälle gemeldet. In knapp der Hälfte der Fälle ist der Ex-Partner der Verfolger. Auch Kollegen oder Bekannte zählen oft zum Täterkreis.

In einer Auflage von knapp 6.000 Exemplaren wird der informative Flyer nun von den an der Aktion beteiligten Frauenberatungsstellen in der Region Hannover verteilt. Dazu gehören der Frauen-Notruf Wunstorf, der Frauen-Notruf Ronnenberg für Frauen und Mädchen in Gewaltsituation, der Frauennotruf Langenhagen e.V., die Frauenberatungsstelle AWO Ostkreis, Frauenberatungsstelle Neustadt am Rübenberge und Suana aus Hannover

Weitere Informationen über das Frauennetzwerk und den Flyer erteilen das Team Gleichstellung der Region Hannover unter Telefon 0511/616-22328/29 oder der Frauennotruf Langenhagen e.V., Telefon: 0511/7240505.

PM: Region Hannover

 

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