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Neue Chance für die Jugendpolitik?

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Jugendpolitische Talkrunde bei der 31. Vollversammlung des Landesjugendrings Niedersachsen

landesjugendring01Jugendarbeit und Jugendpolitik in Niedersachsen müssen wieder stärker ins Blickfeld der Politik und der Öffentlichkeit rücken – in diesem Punkt waren sich die neugewählten jugendpolitischen Sprecher-innen der niedersächsischen Landtagsfraktionen ausnahmslos einig. Am Samstag, dem 01.03.2008 diskutierten sie auf Einladung des Landesjugendringes Niedersachsen e.V. gemeinsam mit Vertreter-inne-nder niedersächsischen Jugendverbände den künftigen Stellenwert von Jugendarbeit und Jugendpolitik. Die Talkrunde war Teil der 31. Vollversammlung des Landesjugendrings, die im Ökumenischen Kirchenzentrum der Ev.-luth. Bonhoeffer-Gemeinde in Hannover-Mühlenberg stattfand.

Die jugendpolitischen Sprecher-innen Ansgar Focke (CDU), Björn Försterling (FDP), Stefan Klein (SPD), Miriam Staudte (Bündnis 90/Die Grünen) sowie die Fraktionsvorsitzendeder Linken, Kreszentia Flauger, hatten als Parlamentsneulinge die Chance, einen breiten Eindruck über die Situation der Jugendverbandsarbeit in Niedersachsen zu gewinnen. In Film beiträgen aus den Mitgliedsverbänden des Landesjugendringswurde deutlich, dass Fördereinbußen und die Auflösung von Strukturenwie denen des Landesjugendamtes in der vergangenen Legislaturperiode deutliche Spuren in der Jugendverbandsarbeit hinterlassen haben. Während Focke und Försterling auf die Priorität der Haushaltskonsolidierungen hinwiesen, machtendie jugendpolitischen Sprecher-innen der Opposionsfraktionen deutlich, dass Jugendarbeit auch Prävention bedeute und ein Sparen an der falschen Stelle sichals kontraproduktiv erweisen werde. Einigkeit bestand jedoch am Ende darin, gemeinsam nach vorne zu schauen, aus Fehlern zu lernen und die Jugendpolitikder kommenden fünf Jahre gemeinsam mit dem Landesjugendring aktiv zu gestalten.

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Im jugendpolitischen Talk:
v.li. Björn Bertram (LJR), Ansgar Focke (CDU), Björn Försterling (FDP)

Aus Bundessicht beleuchtete die Geschäftsführerin des Deutschen Bundesjugendringes (DBJR), Gunda Voigts, die jugendpolitischen Entwicklungen in Niedersachsenund warnte insbesondere vor Einschnitten ins Jugendförderungsgesetz (JFG). „Das JFG als Fördergrundlage für die Jugendarbeit in Niedersachsen ist bundesweit einmalig und hat sich bewährt. Es wegzunehmen, wäre eine Katastrophe” so Voigts. Sie forderte die Wiederherstellung von Landesjugendamt und Landesjugendhilfeausschuss,um die Partizipation der Jugendarbeitsträger wieder zu gewährleisten.

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Der neu gewählte Vorstand des Landesjugendrings: v.li.: Barbara Grill, Steffen Stubenrauch, Susanne Martin, Jan-Hinnerk Scholljegerdes, Martin Richter. Nicht auf dem Foto: Frank Ahrens

Der bisherige Vorstand des Landesjugendringes wurde um Steffen Stubenrauch (JugendAktion Natur- und Umweltschutz/JANUN) als sechstes Mitglied ergänzt und mit deutlicher Mehrheit wiedergewählt. Neben Vorstandssprecher Martin Richter (Bund der Deutschen Katholischen Jugend/BDKJ) und Schatzmeister Frank Ahrens (DGB-Jugend) gehören dem Vorstand als gleichberechtigte Mitglieder an:
Susanne Martin (Deutsche Schreberjugend), Barbara Grill (DLRG-Jugend) und Jan-Hinnerk Scholljegerdes (Arbeitsgemeinschaft der Ev. Jugend in Niedersachsen/(Landesjugendring niedersachsen e.v. ) Zeißstr. 13 30519 Hannover t 0511.5194510 f 0511.51945120 e info@ljr.de i www.ljr.deaejn).

Die Vollversammlung fasste Beschlüsse zu den Themen „gerechte Bildung”, „Handeln gegen Rechtsextremismus”, „Klimaschutz” sowie zur „Einheit der Kinder- und Jugendhilfe”.

PM: Landesjugendring Niedersachsen e.V.

Kategorie: Politik

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