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Familienfreundlichste Städte – Nachholbedarf in Hannover

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familienfreundliche-immobilien• Studie von Immobilien-Suchmaschine immobilo untersucht 133.000 Wohnungsangebote in den 30 größten Städten
• Bewertungskriterien sind familienfreundlicher Grundriss, Preis und Nähe zu Kindergärten und Schulen
• Die Top-Five-Städte befinden sich in NRW und Sachsen
• Die Metropolen Köln, Frankfurt am Main, Hamburg und München stehen am Ende der Rangliste

Ist die City als Wohnquartier für Familien attraktiv? Ja, aber allzu häufig klagen Haushalte mit Kindern über den Mangel an familiengerechten Wohnungen und über horrende Mietpreise in den Innenstädten. Die Immobilien-Suchmaschine immobilo, bei der Nutzer derzeit bundesweit auf über eine Million Objekte der Partner-Plattformen zugreifen können, hat deshalb jetzt im Rahmen einer Studie 133.000 Wohnungsangebote in den 30 größten Städten auf ihre Familientauglichkeit durchleuchtet. Überraschendes Ergebnis: Die Ruhrmetropolen Duisburg und Essen sind Deutschlands familienfreundlichste Städte.

K.o.-Kriterium: fehlende Schulen und Kindergärten
Die Untersuchung zeigt, welche Städte es Familien leicht machen und wo ihnen bei der Wohnungssuche Steine in den Weg gelegt werden. Jede dritte Duisburger Wohnung hat vier bis fünf Zimmer und ist rund 100 Quadratmeter groß – zu einem mittleren Mietpreis von 548 Euro. Eine Familienwohnung in München schlägt dagegen mit durchschnittlich 1.326 Euro Miete zu Buche. „Wir haben nicht nur die Objektpreise analysiert“, erklärt Christian Scherbel von immobilo die Methodik. „In die Bewertung einbezogen ist auch die gute Erreichbarkeit von Schulen und Kindergärten, weil dies die Wohnqualität eines Quartiers maßgeblich prägt.“ So können Eltern, die in Duisburg wohnen, ihre Kinder in 55 Prozent der Fälle auf fünf verschiedene Schulen und Kindergärten schicken, die weniger als einen Kilometer von der Wohnung entfernt sind. Die bayerische Landeshauptstadt erreicht bei diesem Kriterium immerhin 48 Prozent, während Hamburg nur auf 31 Prozent kommt. Wer im direkten Umkreis von fünf Schulen und Kindergärten wohnen möchte, muss zum Teil tief in die Tasche greifen: In Köln sind diese Wohnungen 26 Prozent teurer als Wohnungen, die nicht in der Nähe von so vielen Schulen und Kindergärten liegen. 

Familienmekka im Westen
Mit Duisburg, Essen, Wuppertal, Gelsenkirchen und Dortmund landen fünf Städte aus der dicht besiedelten Region unter den Top Ten. Die neuen Länder sind mit Chemnitz und Leipzig zweimal vertreten, während es aus anderen Teilen der Republik nur Kiel, Nürnberg und Berlin auf vordere Plätze schaffen. Vielerorts prägen jedoch auch Widersprüche das Bild: Für das in der Gesamtwertung drittplatzierte Chemnitz hat die immobilo-Studie den niedrigsten Mietpreis (475 Euro) aller 30 einwohnerstärksten Städte ermittelt. Doch müssen sich Familien in der sächsischen Stadt auf eine langwierige Suche einstellen. Gerade einmal vier Prozent der Wohnungen sind groß genug für eine Familie. Dresden, Braunschweig und Mönchengladbach schneiden in dieser Kategorie noch schlechter ab.

Nachholbedarf: Nord- und Süddeutschland
Bestplatzierte norddeutsche Stadt ist Kiel auf Platz sieben. In Süddeutschland schiebt sich lediglich Nürnberg in die Top Ten (Platz acht) – vor allem weil die fränkische Stadt mit 80 Prozent den höchsten Anteil an schul- und kindergartennahen Wohnungen aufweist. Hannover schneidet hier mit Abstand am schlechtesten ab (17 %). Die größten deutschen Städte bleiben ein schwieriges Pflaster, besonders für wohnungssuchende Familien. Sie müssen sich in Köln, Frankfurt am Main, Hamburg und München mit dickem Portemonnaie wappnen und langen Atem beweisen. Den höchsten mittleren Mietpreis für eine große Wohnung zahlen sie in München, gefolgt von Hamburg (907 Euro), Frankfurt (888 Euro) und Köln (840 Euro). Und nur knapp fünf Prozent der freien Münchner und Frankfurter Mietwohnungen haben Platz für Kinderwagen & Co. Den Trend zu großen Wohnungen in Citylagen haben die Stadtentwickler in diesen Metropolen offenbar verschlafen.

Die Methodik:
immobilo hat im November 2008 die Immobilienmärkte der 30 einwohnerstärksten deutschen Städte analysiert. Dabei wurden insgesamt 133.000 freie Mietwohnungen aus der immobilo-Datenbank berücksichtigt. Grundlage für die Gesamtbewertung waren die Ergebnisse in fünf Kriterien (Anteil Familienwohnungen an freien Wohnungen insgesamt, durchschnittlicher Mietpreis für eine Familienwohnung, durchschnittlicher Quadratmeterpreis für eine Familienwohnung, Anteil der Wohnungen mit Nähe zu Kindergärten und Schulen, Preisdifferenz bzgl. Wohnungen mit Kindergärten und Schulen in der Nähe und ohne). Die Einzelergebnisse sind zu gleichen Teilen in die Gesamtbewertung einbezogen worden. Als Familienwohnung wurden Wohnungen definiert, die zwischen 95 und 105 m2 groß sind und vier oder fünf Zimmer haben. Kindergartenund schulnah sind Wohnungen, bei denen sich in einer Laufentfernung von einem Kilometer mindestens fünf unterschiedliche Kindergärten und Schulen befinden.

www.immobilo.de

PM: immobilo / achtung! kommunikation GmbH

Kategorie: Familien

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