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Baulückenatlas 2008 erschienen

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Die Landeshauptstadt Hannover hat einen neuen Baulückenatlas vorgelegt. Dieser ermöglicht Bauwilligen einen raschen Überblick über Baugrundstücke in Baulücken und Verdichtungsbereichen im Stadtgebiet. Im Vergleich zur letzten Erhebung im Jahr 2004 ist das Potenzial um 500 auf rund 2000 Wohneinheiten in Baulücken und Nachverdichtungsgebieten geschrumpft. Seit der Ersterfassung 1993 gehört der Baulückenatlas zu einer festen Quelle bei der Recherche nach Baugrundstücken in der Stadt. Auf der Internetseite der Bauverwaltung suchen monatlich weit mehr als 500 Nutzer nach geeigneten Grundstücken für ihr Bauvorhaben. Der Baulückenatlas 2008 kann im Bürgerservice Bauen in der Bauverwaltung sowie im Internet unter www.hannover-gis.de eingesehen werden.

Die Reserven in Baulücken haben einen Umfang von rund 1200 Wohneinheiten. Sie konzentrieren sich überwiegend auf die innenstadtnahen Wohnquartiere und auf Flächen, auf denen Geschosswohnungsbau realisiert werden kann. Baulücken sind unbebaute oder unzulänglich bebaute Flächen zwischen bebauten Grundstücken, die nicht oder nicht angemessen genutzt werden. Es handelt sich um Flächen in einer Größe von bis zu vier Wohnbaugrundstücken ortsüblicher Größe, die kurzfristig bebaubar sind, die an einer bebauten Straße zwischen anderen bebauten Grundstücken liegen, die möglicherweise zunächst von der bisherigen (Unter-) Nutzung freizustellen sind (zum Beispiel Schuppen oder Werbetafel), für die Erschließungseinrichtungen ausreichend vorhanden sind oder ohne erheblichen Aufwand hergestellt werden können.

Das Potenzial von Verdichtungsgebieten liegt derzeit bei 750 Wohneinheiten. Diese Bereiche sind zumeist in Einfamilienhausgebieten zu finden, deren Bebauungsdichte aus verschiedenen Gründen nicht intensiv ist. Häufig sind es Gebiete der fünfziger Jahre, in denen nach Aufstellung von Bebauungsplänen Baumöglichkeiten in rückwärtigen Gartenbereichen bestehen.

Die Landeshauptsstadt verfolgt mit dem Baulückenatlas 2008 drei verschiedene Ziele. Erstens reagiert sie damit auf den bestehenden Bedarf nach Wohnraum in der Stadt. Beispielsweise werden jährlich zirka 375 Einfamilienhäuser nachgefragt. Zweitens kommt die Stadt damit Nachhaltigkeitsforderungen von Politik und Gesetz nach. So verlangt Paragraf 1a des Baugesetzbuches eine so genannte Innenentwicklung und somit die Erfassung der Potenziale über ein Baulandkataster, um letztlich einen schonenden Umgang mit Grund und Boden zu erzielen. Drittens lastet die Nutzung der Wohnbauflächenpotenziale in Baulücken und Verdichtungsgebieten die vorhandene Infrastruktur weiter aus und trägt zur Kostendämpfung bei.

Seit der Ersterhebung 1993 sind jährlich durchschnittlich 250 Wohneinheiten in Baulücken oder Nachverdichtungsgebieten entstanden. Dies ist sicherlich auch darauf zurückzuführen, dass mit der systematischen Erfassung und Dokumentation der Baulücken und Verdichtungsgebiete die Bauwilligen gezielter bedient werden konnten.

Der Bürgerservice Bauen, Rudolf-Hillebrecht-Platz 1, ist montags bis mittwochs von 8 bis 16 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr geöffnet. Auskünfte zu EigentümerInnen erteilt der Bereich Geoinformation in Zimmer 135/136 der Bauverwaltung montags bis freitags von neun bis zwölf Uhr. Eine Eigentümerauskunft erfordert persönliches Erscheinen der InteressentInnen. Für die Vereinbarung von Terminen außerhalb der genannten Zeiten ist die Geoinformation telefonisch unter 16 84 22 17 erreichbar.

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PM: Presseserver Hannover

 

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