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Mediatorinnen und Mediatoren sollten die ganze Familie erreichen

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Drei-Generationen-Gesundheitsprojekt mit Migranten für Migranten startet erfolgreich

Ein besserer Zugang für Menschen mit Migrationshintergrund zur Gesundheitsvorsorge und zu klinischen und ambulanten Behandlungsangeboten ist das Ziel des niedersächsischen "Drei-Generationen-Projekts – Gesundheit mit Migranten für Migranten". Seit August hat das Ethno-Medizinische Zentrum Hannover in 40-stündigen Schulungen 65 muttersprachliche Mediatorinnen und Mediatoren für das interkulturelle Projekt ausgebildet. Sie sind der Multiplikator dafür, durch eigene Veranstaltungen möglichst viele Migrantinnen und Migranten in Niedersachsen zu erreichen. Gefördert wird das Projekt durch das Niedersächsische Sozialministerium und den BKK Landesverband Niedersachsen-Bremen. "Wir wollen gemeinsam sprachliche und andere Barrieren abbauen und ganzen Familien die Möglichkeiten unseres Gesundheitswesens näher bringen", sagte Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann. "Grundlegendes Gesundheitsverhalten und -wissen wird von Großeltern und Eltern an die Kinder weitergegeben und von diesen erlernt. Wenn wir die eine Generation erreichen, erreichen wir auch die anderen Familienmitglieder", so die Ministerin.

"Gesundheit, Wohlbefinden und Bildung sind die Basis für eine erfolgreiche Integration. Muttersprachliche und kulturspezifische Präventionsprojekte können an dieser Stelle direkte Wirkungen erzielen", erklärte Ramazan Salman, Geschäftsführer des Ethno-Medizinischen Zentrums. Für die erfolgreiche "MiMi-Idee" ist er vor wenigen Tagen als Sozialunternehmer des Jahres geehrt worden.

"Die Betriebskrankenkassen kennen das Problem in ihren Unternehmen seit Jahren: Versicherte mit Migrationshintergrund nehmen Präventionsangebote deutlich weniger in Anspruch. Deshalb unterstützen wir gerne diese Form des Engagements für mehr Prävention", sagte Jens Burneleit Fachbereichsleiter Versicherten- und Betriebsservice beim BKK Landesverband Niedersachsen-Bremen.

Die im August begonnenen Mediatoren-Schulungen an den Standorten Nienburg, Hildesheim, Gifhorn, Hannover und Braunschweig sind mittlerweile erfolgreich abgeschlossen. Zahlreiche der Mediatoren und Mediatorinnen haben bereits erste muttersprachliche Informationsveranstaltungen in ihren Herkunftsgemeinschaften angeboten. Diese Angebote sind nicht auf die fünf Ausbildungsstandorte beschränkt, sondern sollen in möglichst vielen Städten und Gemeinden zum Tragen kommen. Sozialministerin und Schirmherrin Mechthild Ross-Luttmann sowie die Integrationsbeauftragte des Landes, Honey Deihimi, haben heute rund 50 der Mediatorinnen und Mediatoren bei einer gemeinsamen Fachveranstaltung aller Projektbeteiligter in Hannover ihr offizielles Ausbildungs-Zertifikat überreicht.

Das MiMi-Gesundheitsprojekt hat in diesem Jahr den Fokus vor allem auf die Themen Kindergesundheit, Brustkrebsfrüherkennung und -behandlung sowie Gesundheit und Pflege im Alter gelegt. Für das Projekt ist begleitend ein eigener Gesundheitsleitfaden mit dem Titel "Gesund leben – Gesund bleiben" erstellt worden. Die Broschüre wird jetzt in zehn Sprachen aufgelegt. Sie gibt konkrete Hilfestellung und Tipps zur Vorsorge und Gesundheitspflege

Weitere Informationen: 
Ethno-Medizinisches Zentrum e. V.,
Katja Ngassa Djomo (Projektleitung) 
E-Mail: ethno@onlinehome.de
Tel. (0511) 16 84 10 18

Projekthomepage:  http://www.bkk-promig.de 

PM: Nds. Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit

 

Kategorie: Familien

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