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Luisenstraße wird zum Flanierboulevard umgebaut

Luisenstraße

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Die Luisenstraße erhält ein neues Gesicht. Im kommenden Jahr wird die 150 Meter lange Straße in der Innenstadt modernisiert und passend zu den vorhandenen Geschäften des gehobenen Einzelhandels zum Flanierboulevard umgebaut. Das Besondere an diesem Vorhaben: Erstmals in Hannover übernimmt eine Interessengemeinschaft der ansässigen Grundstückseigentümer und Geschäftsleute die komplette Finanzierung sowie die Ausführung eines solchen Bauprojekts. Die Stadtverwaltung ist in den Planungs- und Umsetzungsprozess eingebunden. Der Baustart soll voraussichtlich im Frühjahr 2009 erfolgen. Die Arbeiten werden etwa vier bis fünf Monate dauern.

"Nachdem in der jüngsten Vergangenheit bereits mehrere Wege und Plätze in der City aufgewertet wurden, freue ich mich, dass nun auch die direkte Verbindung zwischen Hauptbahnhof und Opernplatz die ihr angemessene repräsentative Gestalt bekommt. Das wird der Luisenstraße mit der gerade erneuerten Passage einen neuen Schub geben. Hervorzuheben ist dabei das enorme Engagement der Geschäftsleute, ohne das dieses Vorhaben nicht verwirklicht werden könnte", sagte Oberbürgermeister Stephan Weil bei der heutigen Präsentation der Pläne. Veit Pagel, der Vorsitzende der Interessengemeinschaft, betonte: "Die Luisenstraße als eine wichtige Einkaufsadresse in Hannover wird diesem Anspruch in ihrem jetzigen Erscheinungsbild nicht gerecht. Sie soll zu einem neuen Flanierraum werden, der über die Stadtgrenzen hinaus strahlt."

Der Gestaltungsentwurf kommt vom Hamburger Landschaftsarchitekturbüro WES und Partner, das hannoversche Büro BPR übernimmt die Bauausführung. Die Fahrbahn wird eine Breite von rund fünf Metern haben, die beiden Gehwege werden etwa 6,50 Meter breit sein. Um den Flanierraum optisch großzügig zu gestalten, wird der Gehweg durchgehend mit hochwertigen, großformatigen, hellgrauen Platten versehen. Dazu passend erhält die Fahrbahn einen aufgehellten Belag. Störende Elemente wie zum Beispiel Hinweisschilder und Verteilerkästen werden soweit wie möglich aus der Straße entfernt. Auf beiden Gehwegen sollen mit Blütenbäumen bestückte Pflanzentröge das Erscheinungsbild verschönern. Eine Bepflanzung mit Straßenbäumen ist wegen vorhandener Leitungstrassen nicht möglich. Die Gesamtgestaltung orientiert sich am hannoverschen Standard.

Luisenstraße

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Die Luisenstraße wird auch nach dem Umbau für Kraftfahrzeuge eine Einbahnstraße in Richtung Ernst-August-Platz und für RadfahrerInnen in beiden Richtungen befahrbar bleiben. Sie bleibt im Eigentum der Stadt und ist uneingeschränkt dem öffentlichen Verkehr gewidmet. Zum Zwecke breiter Flanierwege und um den Radverkehr sicherer zu machen, werden auf der westlichen Fahrbahnseite keine Parkplätze angelegt. Blöcke mit Fahrradbügeln verteilen sich auf dieser Seite entlang der Straße. Östlich der Fahrbahn wird für Kraftfahrzeuge eine Lieferzone als Haltmöglichkeit eingerichtet. Die bisherigen Beleuchtungskörper bleiben erhalten, werden aber zum Teil neu platziert.

Hintergrundinformation

Die Interessengemeinschaft Luisenstraße wurde als eingetragener Verein 1976 gegründet und vertritt die ansässigen Geschäftsleute. Fast alle Grundstücks- und Ladeneigentümer der Straße gehören der Gemeinschaft an. Der Vorstand besteht aus Veit Pagel (Grand Hotel Mussmann), Michael Rupp (Kastens Hotel Luisenhof) und Elisabeth Tönnishoff (Sörens Damen- und Herrenmode). Die 25 Mitglieder repräsentieren zum Teil mehrere Geschäfte (zum Beispiel in der Luisenpassage), sodass etwa 75 Fachgeschäfte des gehobenen Einzelhandels vertreten werden.

PM: Presseserver Hannover

 

Kategorie: Verkehrsinformationen

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