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Anhörung und Diskussion zum geplanten Neubau des Landtages

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Bündnis 90 / Die GrünenFreitag, 30. Januar 2009 von 15.00 – 18.30 Uhr Leineschloss Saal der Gaststätte des Landtages, Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platz 1,30159 Hannover

Den niedersächsischen Landtag nicht teuer neu bauen, sondern effizient und zeitgemäß modernisieren!

Die grüne Landtagsfraktion hat sich eingehend mit den Plänen zur Neugestaltung des niedersächsischen Landtages beschäftigt. In einer kritischen Diskussion wurden funktionale Fragen, Kostengesichtspunkte und energetische Erfordernisse ebenso diskutiert wie Fragen des Denkmalschutzes und der stadträumlichen Wirkung.

Die von uns favorisierte Variante besteht im zeitgemäßen Umbau des Plenarsaales. Angesichts der aktuellen Debatte sehen wir angesichts der bereits vorhandenen Qualität der Entwürfe unter den engen Wettbewerbsbedingungen des Jahres 2002 mit Berücksichtigung der Denkmalschutzbelange noch Weiterentwicklungspotentiale durch eine Überarbeitung der damaligen Preisträgerbeiträge. Da die Entwürfe noch unter den Vorgaben – Erhalt des Glasfoyers und fast der gesamten Fassade und des inneren Plenarsaalbereiches erstellt werden mussten, haben die Konzepte längst nicht alle Chancen einer zeitgemäßen, aber auch geschichtsbewussten Interpretation der vorhandenen Grundsubstanz erschließen können. Der damalige Siegerentwurf ist bereits im Status Quo kostengünstiger (20 Mio. Euro) und nutzt die vorhandene Erschließung.

Das erklärte Ziel des Landtagspräsidenten auf Grundlage eines mehrheitlichen Beschlusses des Landtagspräsidiums, einen neuen Wettbewerb auszuschreiben und einen Abriss und Neubau für 45 Mio. Euro noch innerhalb der laufenden Legislaturperiode umzusetzen, bricht nicht nur mit den Vorgaben des vom Landtag selbst beschlossenen niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes. Auch die üblichen und für die Akzeptanz notwendigen Diskussionen mit Fach- und Stadtöffentlichkeit über Konzeption und Gestaltung eines so hervorgehobenen Bauwerkes unserer Demokratie werden ausgebremst.

Programm:

  • Begrüßung
    15.00 Ursula Helmhold
    MdL, parlamentarische Geschäftsführerin
  • I. Der Plenarsaal als Architekturdenkmal und denkmalpolitische Konsequenzen
    Dr. Sid Auffahrt Bauhistoriker
  • II. Der Plenarsaal als Geschichtsdenkmal und Symbol für das Land Niedersachsen
    M.A. Anne Schmedding Architekturhistorikerin, TU Braunschweig
  • III. Nutzungsansprüche an das Plenargebäude 2002 und heute
    Wolfgang Goeke Landtagsdirektor Doris Nordmann Ministerialdirigentin
  • IV. Podiumsdiskussion
    Dipl.-Ing. Roman Graf – Landesvorsitzender des BDA Niedersachsen
    Dipl.-Ing. Wolfgang Schneider – Präsident der Architektenkammer Niedersachsen
    Dipl.-Ing. Karin Kellner – Sprecherin der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung e.V.
    apl. Prof. Dr.-Ing. Karl Bernhard Kruse – Diözesankonservator in Hildesheim
    Dipl.-Ing. Christian Kleine – Assoziierte Architekten BDA
    Moderation: Dipl.-Ing. Enno Hagenah MdL
  • 18.30 Ende der Veranstaltung

Eine Anmeldung bei <enno.hagenah@lt.niedersachsen.de> ist erwünscht bis zum 28.01.2009.

Die Veranstaltung ist kostenlos.

Kategorie: Politik

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