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Grüne fordern breite Aufklärungskampagne zur Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

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Die Grünen HannoverWestphely: "Es gibt viele Unsicherheiten, deshalb muss über das Für und Wider informiert werden!"

"Ich gehe davon aus, es ist eine einmalige Entgleisung! Eine Sachbearbeiterin der AOK schenkt einer ärztlichen Bescheinigung keinen Glauben und fordert den Nachweis ein, dass die Patientin noch Jungfrau ist", sagt Maaret Westphely, gleichstellungspolitische Sprecherin der Grünen Ratsfraktion. "Ein solcher Eingriff in die Privatsphäre der Betroffenen ist unerhört!"

Die Impfung gegen das den Gebärmutterhalskrebs auslösende Virus HPV ist seit 2 Jahren bei Frauen und Mädchen, die noch keinen Geschlechtsverkehr hatten, möglich. Allerdings sind davon nur 2 von 13 Typen des Virus betroffen, die für 70 % der Fälle verantwortlich sein sollen. Deshalb entbindet eine Impfung aber nicht vom zusätzlichen Schutz durch Kondome. Nach wie vor ist umstritten, ob die Impfung das hält, was sie verspricht.

"Trotzdem wird in den Praxen massiv für diese Impfung geworben. Viele Patientinnen sind aufgrund der irreführenden Informationen verunsichert", stellt Westphely fest.

Das Virus wird durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen, deshalb kann eine Impfung sowohl für Mädchen und Jungen erfolgen. "Dieser Aspekt wird, auch wenn die Jungen anscheinend kaum einen eigenen Vorteil haben, in der Diskussion total vernachlässigt", kritisiert Westphely.

"Es ist dringend erforderlich, dass sich z. B. die Schulen des Themas annehmen und angemessen über die Vor- und Nachteile informieren, damit die Verunsicherung abgebaut werden kann", fordert Westphely.

www.gruene-hannover.de

PM: BüNDNIS 90/DIE GRüNEN Regionsverband Hannover

 

Kategorie: Politik

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