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Ökologische Aufwertung von Bächen und Flüssen

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146.250 Euro für die Renaturierung von Fließgewässern in der Region Hannover

In der Region Hannover werden 146.250 Euro für Gewässerrenaturierungen investiert: Der Ausschuss für Umwelt und Naherholung hat heute der Freigabe von Fördermitteln für insgesamt acht Maßnahmen zugestimmt. Das Ziel der Förderung ist es, die natürliche Dynamik von Bächen und Flüssen in der Region Hannover wiederzustellen und zu erhalten.

Folgende Maßnahmen werden auf Antrag der Unterhaltungsverbände „Mittlere Leine“ 52 und 54, der Forstgenossenschaft Eilvese I und der Biotop-Management-Initiative e.V. Einzelnen gefördert:

Laatzen:
Gemeinsam mit der Stadt Laatzen soll westlich der A 7 ein zehn Meter breiter Randstreifen auf einer Länge von knapp sechs Kilometern entlang der Bruchriede erworben werden. Vorgesehen sind neben Anpflanzungen der Einbau von Strömungslenkern und Hartsubstrat. In der Bachböschung sollen Feuchtbermen angelegt werden. Die Genehmigungsplanung ist bereits in Bearbeitung. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 66.500 Euro, davon 29.400 Euro für den Grunderwerb. Die Region Hannover bezuschusst die Maßnahme des Unterhaltungsverbandes „Mittlere Leine“ mit 36.200 Euro.

Neustadt:
Der Eilveser Bach durchfließt den Wald der Forstgenossenschaft Eilvese I. An drei Stellen überqueren Forstwege das Gewässer. Die dort eingesetzten Rohrdurchlässe von 60 und 80 Zentimetern Durchmesser sollen durch 150 Zentimeter breite Betonfertigteile mit offener Sohle ersetzt werden, die Fischen die Wanderung erleichtern. Aufgrund der schwierigen örtlichen Gegebenheiten ist der Umbau aufwändig. Für die Maßnahme werden 43.200 Euro veranschlagt, die Region Hannover fördert die Maßnahme mit 10.000 Euro.

Pattensen:
Wie Gewässerentwicklungsplan vorgesehen sollen westlich von Hüpede weitere Randstreifen entlang des Hüpeder Baches gekauft werden. Die beiden zehn Meter breiten Streifen an der Südseite des Gewässers sind zusammen 7.260 Meter lang. Ergänzend sind Anpflanzungen und der Bau von Feuchtbermen beabsichtigt. Für die Maßnahme werden 66.000 Euro veranschlagt, davon trägt die Region Hannover 35.350 Euro.

Ebenfalls in Hüpede mündet der Gestorfer Bach in den Hüpeder Bach. In diesem Abschnitt sind bereits Randstreifen erweitert worden. Der jetzt beantragte Grunderwerb ergänzt diese Flächen. Der Streifen ist zehn Meter breit und 537 Meter lang. Der Randstreifen soll teilweise bepflanzt werden. Zur weiteren Strukturverbesserung werden Kiesbänke eingebaut. Die Kosten betragen 37.000 Euro, einschließlich 26.850 Euro Grunderwerbskosten. Die Region Hannover fördert die Maßnahme mit 19.300 Euro.

Ronnenberg:
Im Bereich der Ortschaft Vörie ist der Kauf von zehn Meter breiten und insgesamt 920 Meter langen Randstreifen direkt an der Ihme vorgesehen. Die Randstreifen ergänzen die schon zur Verfügung stehenden Flächen. Die Maßnahme erfolgt in Zusammenarbeit mit der Stadt Ronnenberg. Weiterhin sollen die Uferbefestigungen entfernt, Strömungslenker und Kies eingebaut werden. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf 93.400 Euro, einschließlich 46.000 Euro für den Grunderwerb. Die Region Hannover steuert 18.700 Euro dazu bei.

Springe:
Im Bereich des Naturschutzgebietes „Zigeunerwäldchen“ bei Eldagsen in der Vergangenheit schon viele Flächen für Naturschutzzwecke vom Verein Biotop-Management-Initiative gekauft. Jetzt besteht die Möglichkeit zwei weitere Flächen zu erwerben: Ein Flurstück direkt an der Haller und ein weiteres am äußeren Rand eines Überschwemmungsgebietes, das durch einen Weg von der Haller getrennt ist. Einschließlich Nebenkosten belaufen sich die Grunderwerbskosten für beide Flächen auf 36.100 Euro. Die Region Hannover unterstützt die Maßnahme mit 7.600 Euro.

Wedemark:
Der Jürsenbach, ein Gewässer mit einem hohen Entwicklungspotenzial,  fließt fast in seiner gesamten Länge von neun Kilometern durch die Gemeinde Wedemark und mündet bei Helstorf (Neustadt am Rübenberge) in die Leine. Unter anderem wurden hier drei kleinere Sohlabstürze als starke Beeinträchtigungen des Aufstiegs für Wirbellose und kleine Fische festgestellt. Die drei Abstürze befinden sich südöstlich der Ortslage Negenborn. Die Kosten betragen für den Bau und die Planung 10.000 Euro und werden von der Region Hannover im vollen Umfang übernommen.

Wennigsen:
Am östlichen Rand des Ortes Wennigsen in Höhe der ehemaligen Kleingärten ist der Erwerb eines zum Teil beidseitigen Randstreifens von sechs bis zehn Meter Breite, insgesamt 9.085 Quadratmeter geplant. Das Gewässer weist in diesem Abschnitt hohe dynamische Kräfte auf. Der Einbau von Kies als Hartsubstrat ist bereits erfolgt. Der Flächenerwerb kostet 45.400 Euro, die Region Hannover gewährt Fördermittel in Höhe von 9.100 Euro.

In einem natürlichen oder naturnahem Bett fließende Gewässer sind für Flora und Fauna von großer Bedeutung. In der Vergangenheit wurden viele Bäche und Flüsse ausschließlich nach technischen Grundsätzen ausgebaut. Um die ökologischen Funktionen der Fließgewässer wieder herzustellen werden von der Region Hannover sowie von Unterhaltungs- und Wasserverbänden als Vorhabensträgern Planungen zur Renaturierung der Gewässer erarbeitet und umgesetzt.

www.region-hannover.de

PM: Region Hannover

 

Kategorie: Bio & Fair

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