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Nein! Zum Turbo-Abitur an IGSen und KGSen

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Aufruf zur Demonstration am 21. März 2009 

Die niedersächsische Landesregierung plant die Einführung des Turbo-Abiturs an den IGSen und KGSen. Dies bedeutet, dass die Lernzeit von 13 auf 12 Jahre verkürzt wird. Der Lernstoff jedoch bleibt der Selbe. Die Schüler_innen sind somit einem erhöhten/enormen Leistungsdruck ausgesetzt, dem viele nicht standhalten können. An den Gymnasien wurde eine solche Entscheidung bereits im Jahr 2007 getroffen und wird 2011 in Kraft treten. Deshalb melden viele Eltern ihre Kinder an Gesamtschulen an. Sie möchten ihren Kindern die Möglichkeit geben sich ein Jahr länger entfalten zu können. Grund dieser Demonstration ist, dass das Konzept von Gesamtschulen mit der Einführung dieses Abiturs komplett zunichte gemacht werden würde.

Die Sekundarstufe I würde sich bis zur Unkenntlichkeit verändern. Schüler_innen, die einmal das Abitur machen sollen, müssten schon frühzeitig gesondert unterrichtet und aus dem integrativen Unterricht und Schulleben selektiert werden. An eine gemeinsame Ganztagserziehung wäre nicht mehr zu denken: „Gymnasialschüler_innen“ hätten einen anderen Stundenplan als ihre Mitschüler_innen. Endgültig getrennt würden sie am Ende des 9. Jahrgangs. Letztendlich bedeutet dies, dass das gegliederte Schulsystem in die IGS Einzug hält und sie in ihrer Substanz und in ihrem Wesen zerstört.  

Wir sagen NEIN zum Turbo-Abitur und nehmen eine solche Entscheidung nicht hin!Wir wollen keine Selektion, sondern Integration in Schulen und im Berufsleben!Wir kriegen nur, wofür wir kämpfen! Deshalb kommt alle  Am 21. März 2009 um 14 Uhr zum Opernplatz um gemeinsam mit uns auf die Straße zu gehen, denn: Gemeinsam sind wir stark!!! Zusammenschluss der Schülervertretungen aller IGSen aus Hannover 

Niedersächsisches Kultusministerium
Frau Heister-Neumann
Schiffgraben 12
30159 Hannover  

Hannover, 16. März 2009  

Einführung des Turbo-Abiturs an der IGS  Sehr geehrte Frau Heister-Neumann, wie uns bekannt ist, planen Sie die Einführung des Abiturs nach 12 Schuljahren an den Integrierten Gesamtschulen. Wir Schülerinnen und Schüler der Integrierten Gesamtschulen wollen allerdings weiterhin die Schule unserer Wahl in ihrer bestehenden Formbesuchen, welche das Abitur nach 13 Jahren anbietet.Wir machen Sie schon jetzt darauf aufmerksam, dass wir uns dagegen wehren werden, wenn sie unseren und den Willen unserer Eltern missachten. Am 26. März 2009 werden wir an allen IGSen Hannovers unseren Unwillen über Ihre Pläne zum Ausdruck bringen.    

Hochachtungsvoll,  Zuammenschluss der Schülervertretungen der IGSen aus der Stadt und Region Hannover
(IGS Linden, IGS Mühlenberg, IGS Kronsberg, IGS Langenhagen, IGS List, IGS Roderbruch, IGS Garbsen)

Kategorie: Politik

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