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Oberbürgermeister würdigt Stadtplaketteninhaberin Lola Fischel

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Mit Betroffenheit hat Oberbürgermeister Stephan Weil den Tod von Lola Fischel aufgenommen. Am 18. März war Lola Fischel kurz nach Beendigung ihres 95. Lebensjahres verstorben.

In einem Brief an die Angehörigen hat der Oberbürgermeister die Verdienste der Verstorbenen gewürdigt: "Lola Fischel war eine aktive und besonders engagierte Förderin des jüdisch-christlichen und deutsch-israelischen Dialogs. Gerade vor dem Hintergrund ihrer persönlichen Erfahrungen und ihrer Lebensgeschichte, ihrer Inhaftierung in Konzentrationslagern während der Nazi-Herrschaft ist diese Haltung besonders zu würdigen."

Jahrzehnte lang trug die Verstorbene durch eine Vielzahl von Tätigkeiten zur Verständigung zwischen Juden und Deutschen bei. Lola Fischel informierte als Zeitzeugin in Schulen und bei Veranstaltungen über den Holocaust. Sie hat unter anderem als Hauptrednerin anlässlich des Besuchs von US-Präsident Ronald Reagan 1985 in der Gedenkstätte Bergen-Belsen sowie bei der Gedenkfeier 1992 aus Anlass der Vierzigsten Wiederkehr der Einweihung der Gedenkstätte gesprochen.

In der jüdischen Gemeinde war Fischel in vielfältiger Hinsicht aktiv. Sie hat ihren 1972 verstorbenen Mann in seiner Zeit als Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Hannover unterstützt. Selbst hat sie sich insbesondere um den Auf- und Ausbau des Jüdischen Seniorenheimes in Hannover verdient gemacht, das ihren Namen trägt: Lola-Fischel-Haus.

Ihre Verdienste wurden durch den Rat der Stadt Hannover 1989 mit der Stadtplakette und durch den Niedersächsischen Ministerpräsidenten mit der Verleihung der Niedersächsischen Landesmedaille im Jahr 1997 dankbar anerkannt und gewürdigt.

www.hannover.de

PM: Landeshauptstadt Hannover

 

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