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DIE LINKE: Ausbau des Stichkanals Linden wäre unnötig wie ein Kropf

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Weisser-Roelle: „Stattdessen Hannover-Misburg fördern"

DIE LINKE im Niedersächsischen Landtag hat sich gegen den Ausbau des Stichkanals Linden ausgesprochen. "Das Projekt ist unwirtschaftlich, ökologisch fragwürdig und bedroht die Lebensqualität in Hannover-Linden", sagte die verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion, Ursula Weisser-Roelle. "Mit den rund 200 Mio. Euro, die Hannover vom Bund für den Stichkanal haben will, kann man wahrlich Besseres anfangen."

Für die kommende Sitzungswoche hat die Abgeordnete eine Kleine Anfrage eingereicht, um Klarheit über die Hintergründe der laufenden Planungen zu erhalten.Weisser-Roelle beruft sich bei Ihrer Kritik sich auf Umfragen, wonach der Stichkanal schon jetzt nicht ausgelastet sei. Von den ca. 80 Betrieben rund um den Lindener Hafen nutzten demnach nur fünf den Wasserweg. Eine Kosten-Nutzen-Abgleich weise den Kanalausbau als eines der ineffizientesten Wasserstraßen-Projekte des Bundes aus. Entsprechend gering werde die Bedeutung des Stichkanals Hannover-Linden in Berlin dann auch eingeschätzt, bemerkte Weisser-Roelle: Gerade einmal 4 Mio. Euro habe der Bund für die Wartung des Kanals zwischen 2007 und 2014 eingeplant – eine Zahl, die in keinem Verhältnis stünde zu den 200 Mio. Euro, die von der Stadt Hannover jetzt gefordert würden.

"Angesichts dieser Fakten gehört das Projekt sofort in den Reißwolf", so Weisser-Roelle. „Man sollte sich stattdessen lieber um einen Ausbau des Hafens Hannover-Misburg bemühen. Misburg sei wegen der Lage am Mittellandkanal und der engen Anbindung an den Eisenbahn-Hinterland-Hub Lehrte nicht nur deutlich wirtschaftlicher und ökologischer als Linden, sondern auch verkehrsorganisatorisch sinnvoller. In einem Ausbau dieses Hafens sieht Weisser-Roelle die Möglichkeit, die immens gewachsenen Gütermengen im Hinterland der Seehäfen zu bewältigen.

PM: Die LINKE

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