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„Hannover steht auf – gegen rechts“: Oberbürgermeister startet Kampagne mit Aufruf zum Mitmachen

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Mit der Kampagne "Hannover steht auf – gegen rechts" beteiligt sich die Stadt Hannover am Bündnis "Bunt statt braun", mit dem der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und weitere Partner am 1. Mai 2009 deutlich machen werden: Hannover ist der Ort für ein friedliches Fest der Demokratie – und hat keinen Platz für Rechtsradikale, Neonazis und Rassisten.

Heute (24. März) hat Oberbürgermeister Stephan Weil zusammen mit Sebastian Wertmüller, DGB-Vorsitzender, Thomas Höflich, Stellvertretender Stadtsuperintendent sowie Martin Tenge, Regionaldechant, als weiteren Partnern des Bündnisses, die Kampagne vor VertreterInnen der Stadtgesellschaft vorgestellt.

"Hannover ist eine bis auf die Knochen demokratische Stadt, die am 1. Mai nicht in einem Atemzug mit braunen Parolen genannt werden will", erläutert Weil das Ziel von "Hannover steht auf – gegen rechts". "Hier gibt es eine große Bereitschaft zu zeigen: ’Wir haben mit Rechten nichts am Hut!’"
"Mit unserer Kampagne wollen wir einen möglichst großen Teil der Stadtöffentlichkeit dabei unterstützen, sich schon vor dem 1. Mai zu dieser Haltung zu bekennen", so Weil.  "Und wir wollen alle Hannoveranerinnen und Hannoveraner animieren, sich am 1. Mai, dem traditionellen Tag demokratischer Kundgebungen auf dem dafür in Hannover typischen Ort, dem Klagesmarkt, ab 10.30 Uhr an den Veranstaltungen zu beteiligen – und ab 12 Uhr ein Fest für Demokratie zu feiern."

"Zusammen dem kleinen Lindener Butjer auf unserem Plakat wollen wir dazu aufrufen, gemeinsam zu zeigen, dass Hannover eine internationale, eine weltoffene Stadt ist, die mit Fremdenfeindlichkeit und rechtsextremen Gedankengut nichts, aber auch gar nichts zu tun haben will."

Vereinen, Verbänden und Einrichtungen, aber auch Geschäften und Einzelpersonen, die schon im Vorfeld Zeichen setzen möchten, stellt die Stadt nach Ostern "Hannover steht auf"-Plakate und -Aufkleber und sowie Ansteckpins im quadratischen "Bunt statt braun"-Design zur Verfügung und bietet Hilfestellung zum Beispiel bei der Schaltung von Zeitungsanzeigen an.

"Wir würden uns freuen, wenn VertreterInnen eines ganz breiten demokratischen Spektrums sich von unseren Materialien und Vorschlägen zu eigenen Aktionen anregen lassen würden", unterstreicht der Oberbürgermeister.

Die Stadt selbst wird unter anderem mit rund 330 Plakaten an Litfasssäulen, rund 100 Flaggen im Stadtgebiet, 30 Bodenaufklebern (Groundpostern) in der City, 20.000 CityCards und etwa 30.000 Getränkeuntersätzern in Gaststätten und Restaurants auf die Kampagne hinweisen. Sie wird dabei von der Hannover Marketing und Tourismus GmbH (HMTG) und dem DEHOGA unterstützt.

Insgesamt hat die städtische Kampagne einen Wert von rund 25.000 Euro.

Die für den 1. Mai von "Freien Kameradschaften" angemeldete Veranstaltung und Demonstration ist von der Polizei verboten worden. Wegen der zu erwartenden Einsprüche gegen das Verbot werden "Hannover steht auf – gegen rechts" und "Bunt statt braun" weiter vorbereitet.

Informationen zur Kampagne gibt es im Internet unter www.hannover-steht-auf.de.

Zur Beteiligung an den Veranstaltungen am 1. Mai auf dem Klagesmarkt ruft Oberbürgermeister Stephan Weil in seinem aktuellen Videopodcast auf, der unter www.weil-podcast.de abzurufen ist.

PM: Landeshauptstadt Hannover

 

Kategorie: Politik

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