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Von der Innerste bis zum Mond

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Blasmusiker, Musicalsänger und viele skurille Gestalten nahmen die Gäste in der Kaffeerösterei Coffea in Empfang.

Blasmusiker, Musicalsänger und viele

skurille Gestalten nahmen die Gäste

 in der Kaffeerösterei Coffea in Empfang

„Rosen & Rüben“: Startschuss für kulturelles Großprojekt im Hildesheimer Land

Rosen und Rüben sind gleichermaßen die Wahrzeichen des Hildesheimer Landes. Der tausendjährige Rosenstock am Hildesheimer Dom und die Zuckerrübe als bekanntlich höchste Erhebung der Börde haben Stadt und Landschaft ihre Stempel aufgedrückt. Nun sind sie auch Namenspatrone eines kulturellen Großprojekts: „Rosen & Rüben – Kulturzeit im Hildesheimer Land“ lockt vom 1. April bis 4. Oktober 2009 mit einem Riesenkatalog von überregionaler Strahlkraft. Heute Mittag wurde das Programm erstmals bei einer Pressekonferenz in Hildesheim vorgestellt.

Unter dem Dach des Netzwerks Kultur und Heimat Börde-Leinetal schließen sich 200 Vereine, Initiativen und Institutionen zusammen, hinzu kommen Kirchengemeinden, Behörden und viele einzelne Bürgerinnen und Bürger. Gemeinsam heben sie 80 Kulturprojekte aus der Taufe, die sich um das Oberthema Garten und Landschaft ranken. Ein Gespür für ungewöhnliche Orte und ein liebvoller Blick auf die kleinen Eigenheiten der Region zeichnet sie aus. Das wurde schon bei der Pressekonferenz deutlich, die in einer Kaffeerösterei stattfand. Neben der kleinsten Blaskapelle des Landkreises und strahlenden Musicalsängern boten die Veranstalter einen Rosen verteilenden Gartenzwerg und viele andere skurrile Gestalten zur Begrüßung der Gäste auf.

Das Programm bis zur Sommerpause umfasst kunsthistorische Aktionen wie den „Schlösserritt im Holler Land“, soziokulturelle Ansätze im Stil des „Mobilen Stadtgartens“ in Hildesheim, theatrale Highlights wie das Musical „Der geheime Garten“ des Theaters für Niedersachsen und viele andere Veranstaltungen vom ersten Bad Salzdetfurther Seerosenfest bis zur Lechstedter „GartenLust“. Herausragend im ersten Zyklus sind die „Hildesheimer Wallungen“, eine lange Nacht der Kultur, bei der vier Kirchen, drei Open-Air-Bühnen und die mittelalterliche Stadtbefestigung Hildesheims von 33 Künstlergruppen bespielt werden.

Ein Gartenzwerg brachte ein Ständchen und verteilte Rosen – ein Vorgeschmack auf den „Zwergenalarm“ am 14. Juni im Hildesheimer Ehrlicher Park.

Ein Gartenzwerg brachte ein

Ständchen und verteilte Rosen

Das zweite Halbjahr wird in einer Inszenierung des Flusses Innerste auf seiner ganzen Länge zwischen Grasdorf und Ruthe bei Sarstedt gipfeln. Zu diesem Anlass bildet sich unter anderem die größte Orchester- und Chorgemeinschaft Norddeutschlands, außerdem wird der Fluss illuminiert: „Die Innerste soll vom Mond aus zu sehen sein“, formulierte Projektleiter Stefan Könneke das ehrgeizige Vorhaben der Veranstalter.

Das Netzwerk Kultur und Heimat verfolgt mit „Rosen & Rüben“ mehrere Ziele. Zum Einen soll der Projektreigen nach innen wirken: regionale Identität schaffen, den Bewohnern des Hildesheimer Landes unbekannte Seiten ihrer Heimat zeigen, die Kooperation und Kommunikation der vielen Kulturträger untereinander verbessern. Zum Anderen will sich die Region nach außen präsentieren und die Potenziale ihrer Kulturszene in ihrer erstaunlichen Bandbreite darstellen.

Lothar Meyer-Mertel, Leiter der Hildesheimer Marketing GmbH als einem der wichtigsten Förderer, sieht „Rosen & Rüben“ zugleich als Testphase für die nächsten großen Anlässe: das 1000-jährige Jubiläum von St. Michaelis im Jahr 2010 und der 1200. Jahrestag der Stadtgründung Hildesheims im Jahr 2015.

Info: Das druckfrische Programmheft liegt in den Touristinformationen, den Gemeinden und anderen Institutionen des Landkreises aus. Nähere Informationen finden sich auch im Internet auf der Homepage www.rosenrueben.de. Der Eintritt für die meisten Veranstaltungen von „Rosen & Rüben“ ist frei.

Kategorie: Veranstaltungen

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