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Arbeiterwohlfahrt entsetzt über Privatisierungspläne der Bundesfamilienministerin

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Als Schlag ins Gesicht der Wohlfahrtsverbände bezeichnet Axel Plaue, Vorsitzender der AWO Bezirksverband Hannover e. V. und der AWO Niedersachsen – Landesarbeits- gemeinschaft – die Pläne der Bundesfamilienministerin von der Leyen, zukünftig bei der Förderung von Krippenplätzen in besonderer Weise private Anbieter zu berücksichtigen und zu fördern. Wie jetzt bekannt wurde, soll dieses vor allem auch vor dem Hintergrund der Einschätzung der Ministerin geschehen, die Wohlfahrtsverbände seien mit dem erforderlichen Ausbau der Krippenplätze überfordert.
„Mit diesem Manöver versucht Frau von der Leyen nur von den Unzulänglichkeiten bei der Finanzierung des Ausbaus an Krippenplätzen abzulenken. Die ohlfahrtsverbände fordern seit langem, dass den guten Absichten endlich auch Taten folgen müssen“, so Plaue. „Bei den KiTas statt auf Qualität zu setzen, private Gewinne in den Vordergrund zu stellen, ist ein nicht zu akzeptierender Irrweg.“

 

Die AWO wehrt sich auf das Schärfste dagegen, dass nach der Privatisierung weiterer Bereiche der Daseinsvorsorge nun offenbar auch das Bildungssystem den wirtschaftsliberalen Mechanismen des
Wettbewerbes unterworfen werden soll. Seit der Ära Kohl hat diese Privatisierung, die in Niedersachsen zuletzt ihren Höhepunkt mit der Veräußerung der Landeskrankenhäuser gefunden hat, auch zu einer immer gravierender werdenden Privatisierung von Lebensrisiken, insbesondere der schwachen Menschen in unserer Gesellschaft geführt.

„Dass diese Privatisierung von Lebensrisiken gleichzeitig mit der Forderung von Unternehmen, ihre Risiken zu verstaatlichen, einhergeht, ist eine Schande für unseren sozialen Rechtsstaat“, so Jochen Flitta, Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt.

 

 

Kategorie: Familien

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