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Kronsberg: Verwaltung berichtet über soziale und kulturelle Entwicklungen im Quartier

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Im Vorfeld der Weltausstellung EXPO 2000 entstand im östlichen Teil Bemerodes ein neues Quartier – der "Kronsberg". Für die seit den 1970er Jahren für die Stadterweiterung vorgesehene Fläche entwickelten die PlanerInnen der Stadt Anfang der 1990er Jahre ein Konzept, das sich von vornherein von den älteren Großsiedlungen unterschied:

Die städtebauliche Struktur, die kulturelle und soziale Infrastruktur sowie der Charakter der Architektur wurden daran orientiert, dass sich das Neubaugebiet in eine sozial funktionierende Siedlungsgemeinschaft entwickeln sollte, die verschiedene Wohnbedarfe und Zielgruppen anspricht – Familien und Einzelpersonen, Junge und Alte, Personen mit und ohne Migrationshintergrund sowie mit und ohne Behinderung.

Verbunden mit hohen ökologischen und städtebaulichen Standards entstand damit ein Quartier, das den Ansprüchen an die Veranstaltung der EXPO 2000 und ihrem Motto exemplarisch entsprach, und wegen der Umsetzung des Themas "Nachhaltigkeit" in der Dimension eines großen Neubaugebiets als vorbildlich gilt.

Die ersten BewohnerInnen zogen vor zehn Jahren in das neue Quartier am Kronsberg. Seit dem wird die Quartiersentwicklung kontinuierlich beobachtet. Dabei wird überprüft, wie sich die Bevölkerungs- und Sozialstruktur entwickelt hat, ob die planerischen Ziele erreicht wurden, wie die BewohnerInnen den Kronsberg erleben oder welche Sicht professionell "Vor-Ort-Tätige" haben. Mit Hilfe dieses Monitorings sollen Quartiersentwicklungen frühzeitig erkannt, verstärkt beziehungsweise bei Bedarf gegengesteuert werden.

Den aktuellen Bericht legt die Verwaltung jetzt den Ratsgremien zur Information vor.

Einzelaspekte sind:
Das Durchschnittsalter der KronsbergerInnen beträgt 31,4 Jahre und ist damit fast zehn Jahre niedriger als sonst in Hannover. Dieses Ergebnis ist die Folge des hohen Familien-, Kinder- und Jugendlichenanteils und des geringen SeniorInnenanteils an der Bevölkerung. Fast jede dritte Person am Kronsberg ist jünger als 18 Jahre, in Hannover gesamt ist es jede siebte.

39,3 Prozent der Bevölkerung hat einen Migrationshintergrund (Hannover 24,3 Prozent). Verglichen mit der Gesamtstadt leben am Kronsberg überproportional viele Menschen osteuropäischer Nationalität und aus dem Vorderen Orient.

Es gibt weder eine besonders hohe Deliktdichte im Bereich der Jugendkriminalität, noch besonders viele Fälle der Hilfen zur Erziehung; beide Zahlen entsprechen dem hannoverschen Durchschnitt.
Verglichen mit Stadtteilen Hannovers, in denen ähnlich viele MigrantInnen leben, ist die Zahl der Grundschulkinder, die eine Hauptschulempfehlung erhalten, unterdurchschnittlich; überdurchschnittlich viele bekommen eine Gymnasialempfehlung.

Einerseits beteiligen sich die KronsbergInnen, gemessen an der Wahlbeteiligung, politisch sehr wenig. Andererseits gibt es sehr viele, die sich gesellschaftlich engagieren.

Zentrale Ressourcen des Quartiers sind neben den ökologischen und städtebaulichen Aspekten das Zusammenspiel sozialer und kultureller Infrastruktur, insbesondere die integrative Wirkung des Stadtteilzentrums KroKuS.

Die hohe Beteiligungskultur der BewohnerInnen und ein ausgeprägtes "Wir-Gefühl" sind Ausdruck und Verstärker lokaler Identifikation zugleich.

Der vollständige Bericht ist im Internet unter www.hannover.de zu lesen.

PM: Landeshauptstadt Hannover

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