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Arbeiten für 400 Euro oder weniger: IG BAU: Drohende Altersarmut

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Die IG BAU befürchtet zunehmende Altersarmut in der Region Hannover: Eine steigende Zahl von Mini-Jobs ohne ausreichende Altersabsicherung hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt beklagt. So habe in den vergangenen Jahren die Zahl der Geringverdiener im Kreis und der Stadt Hannover um mehr als 22 Prozent zugenommen. „Im Jahr 2001 hatten hier 56.905 Beschäftige ausschließlich einen Job von bis zu 400 Euro im Monat. Im vergangenen Jahr waren es bereits 69.543“, sagt Hinrich Witte, Vorsitzender des IG BAU-Bezirksverbands Niedersachsen-Mitte, und verweist dabei auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Immer öfter verdrängten Mini-Jobs reguläre sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Insbesondere im Gebäudereinigerhandwerk seien geringfügige Beschäftigungsverhältnisse an der Tagesordnung.  

„Dies ist eine fatale Entwicklung. Mini-Jobs bedeutet auch Mini-Renten. Wer schon heute nicht genug verdient, um über die Runden zu kommen, der geht im Alter erst recht am Bettelstab“, so der Gewerkschafter. Auch Langzeitarbeitslose und Menschen mit Erwerbsminderung seien die „Armutsopfer“ von morgen. Die Rente mit 67 mache das Problem noch schlimmer, weil sie den Rentenanspruch der Menschen nach hinten schiebe.  Hinrich Witte betont: „Drohende Altersarmut, zu wenig sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, zu viele Billigjobs und Niedriglöhne – damit dürfen sich die Menschen nicht einfach abfinden.“ Deshalb ruft der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende zur aktiven Teilnahme an den Veranstaltungen des DGB und seiner Einzelgewerkschaften zum 1. Mai auf. Die Beschäftigten müssten im Superwahljahr ein deutliches Signal setzen. Witte: „Wenn nicht jetzt, wann dann…?“

Kategorie: Politik

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