Politik
Schreibe einen Kommentar

Deutlich erhöhte Radonwerte in zwei Wohnungen

Hinweis

Dieser Artikel wurde vor mehr als 2 Jahren veröffentlicht. Daher kann es sein, dass sein Inhalt oder ein Teil davon nicht mehr aktuell ist.

Altlasten in der List

Im Zuge der Altlastenuntersuchungen in der List sind jetzt auch die Dreimonatsmessungen der Radonwerte in zwölf Wohnungen ausgewertet worden. In zwei  Wohnungen wurden deutlich erhöhte Werte festgestellt. Das hat der Umweltdezernent der Region Hannover, Prof. Dr. Axel Priebs, mitgeteilt. Alle betroffenen Haushalte werden im Laufe des 13. Mai schriftlich über die Ergebnisse informiert.

Im Umfeld des De-Haen-Platzes sind Rückstände aus dem Betrieb der ehemaligen Chemiefabrik E. de Haen im Boden verblieben, die in einigen Bereichen des heutigen Wohnviertels als Zerfallsprodukte weiterhin Radon freisetzen. Da Radon gasförmig ist, bewegt es sich über Hohlräume und Poren im Boden und kann so zum Beispiel über Rohranschlüsse und Risse in den Mauern auch in die Häuser gelangen.

Wegen des statistisch ermittelten erhöhten Krebsrisikos leitet das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit einen mittelfristigen Maßnahmenbedarf ab einem Wert von 400 Becquerel pro Kubikmeter Raumluft ab. Dieser Wert sei im Untersuchungsgebiet lediglich in zwei Fällen erreicht worden, sagt Priebs.

„In allen Fällen ist dort, wo jetzt eine erhöhte Radonkonzentration festgestellt wurde, ohnehin ein Handlungsbedarf gegeben“, sagt Prof. Dr. Priebs. Dieser Bedarf habe sich schon aus den chemischen und radiologischen Bodenuntersuchungen ergeben. „Wir werden nun aber in den betroffenen Wohnungen über ein regelmäßiges Monitoring zusätzlich überwachen, wie sich die Werte entwickeln. Sollte die Radonkonzentration trotz konsequenten Lüftungsverhaltens konstant bleiben, schließe ich vorgezogene Sanierungsmaßnahmen nicht aus“, erklärt Prof. Dr. Priebs. Die Region werde aber auch prüfen, ob durch technisch Soforthilfen – etwa durch das Abdichten der Kellerräume – der Gehalt an Radon in der Innenraumluft der betroffenen Wohnungen signifikant gesenkt werden könne.

Die Region Hannover hatte bereits im vergangenen Jahr sowohl sogenannte Direktmessungen in einigen Wohnungen durchgeführt als auch dort, wo die Direktmessungen einen ersten Verdacht ergaben, 14 Tage dauernde Kurzzeitmessungen. Da diese Überprüfung im Sommer stattfand, wurde darüber hinaus für einige Wohnungen eine Dreimonatsmessung angesetzt.

Für Fragen von betroffenen Bürgerinnen und Bürgern steht weiterhin Umweltexpertin Petra Günther unter der Rufnummer (0511) 616-11100 als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Sie berät mit den Anwohnerinnen und Anwohnern auch den weiteren Maßnahmebedarf.

www.region-hannover.de

PM: Region Hannover

 

Kategorie: Politik

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.