Familien
Schreibe einen Kommentar

Kita-Elternrat zufrieden mit Streiknotdienst

Hinweis

Dieser Artikel wurde vor mehr als 2 Jahren veröffentlicht. Daher kann es sein, dass sein Inhalt oder ein Teil davon nicht mehr aktuell ist.

Offener Brief an:Oberbürgermeister der Stadt Hannover Stephan WeilPersonalmanager der Stadt Hannover Harald Härke
Trammplatz 130159 HannoverVereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Landesbezirkschef Jürgen HohmannGoseriede 12
30159 HannoverAlle Arbeitgeber  

Sehr geehrte Damen und Herren,
mit spürbarer Erleichterung  haben wir Kita-Eltern zur Kenntnis genommen, dass für die Kita-Streiktage vom 26. bis 28.5 2009 von Seiten der Gewerkschaft und der Stadt Hannover eine Notdienstvereinbarung getroffen wurde. Damit kommen Sie ihren Verpflichtungen nach, die Sie insbesondere gegenüber benachteiligten Eltern und  Kindern, die auf den regelmäßigen Kita-Besuch dringend angewiesen sind, haben.

Die Zusage der Stadt Hannover unbürokratisch die Elternbeiträge und das Essensgeld für die Kita-Streiktage zurückzuzahlen, wird ebenfalls von den Kita-Eltern als Erleichterung empfunden. 

Jedoch sind bereits Notgruppen für das ein oder andere Kind eine besondere Zumutung und darüber hinaus gilt: Viele Eltern sind berufstätig, deutlich mehr als jetzt Notdienstgruppenplätze für Eltern zur Verfügung stehen. Und die Eltern sind nicht in einer "Kita-Eltern-Gewerkschaft" organisiert, die die durch den Streik entstandenen Minusstunden oder den Lohnausfall in den Betrieben, in denen sie arbeiten, durch ein Streikgeld ausgleicht. Eigentlich müssten alle Betriebe daran interessiert sein, dass deutlich bessere Bedingungen in den Kitas geschaffen werden, damit die Eltern, deren Kinder eine Kita besuchen, den Kopf frei haben, um gute Arbeitsleistungen im Betrieb erbringen zu können. Das können die Eltern, wenn sie wissen, dass für ihre Kinder in den Kitas die Rahmenbedingungen stimmen, damit eine gute Bildungs- und Betreuungsarbeit geleistet werden kann.

Trotzdem erfahren Eltern diesbezüglich von Seiten der Betriebe nur selten große Unterstützung. Und wenn nicht Schlimmeres droht, so doch in der Regel das Anhäufen von Minusstunden bzw. Gehaltsabzug für versäumte Arbeitstage, an den Kita-Streiktagen an denen Eltern der vorrangigen Betreuungspflicht für ihre Kinder nachkommen müssen. Denn es ist vielfach aussichtslos, an solchen Tagen eine zuverlässige Ersatzbetreuung zu organisieren.

Daher unser dringender Appell an alle Beteiligten und dazu zählen unseres Erachtens auch all die Betriebe, in denen Eltern arbeiten, die mit ihren Kindern vom Kita-Streik betroffen sind:

Ein gerechteres Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen haben die Erzieherinnen und Erzieher in den Kitas verdient! Setzen Sie sich alle dafür ein. Und wenn beispielsweise an einzelnen Streiktagen plötzlich Kinder in den Betrieben auftauchen (wo das möglich ist), die sonst die Kita besuchen, dann kann das ein Signal dafür sein, dass hier eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu bewältigen ist!

An den kommunalen Arbeitgeberverband und die Gewerkschaften appellieren der Gesamtelternbeirat der Städtischen Kitas und der Kita-Stadtelternrat im Namen der Kita-Eltern, in weiteren Verhandlungsrunden die Leidensfähigkeit der betroffenen Eltern nicht über Gebühr zu strapazieren. Dass es jetzt zu einer Notdienstvereinbarung gekommen ist, ist ein wichtiger Schritt. 
 

Mit freundlichen Grüßen

Saskia Söder (Vorsitzende des Gesamtelternbeirates der Städtischen Kitas)Georg Weil (Kita-Stadtelternrat, Sprecher) 

Kategorie: Familien

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.