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Lesung im Stadtarchiv: „Hannovers wilde zwanziger Jahre“

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Um "Hannovers wilde zwanziger Jahre" geht es am 10. Juni (Mittwoch) ab 19 Uhr im Lesesaal des Stadtarchivs Hannover, Am Bokemahle 14-16. Richard Birkefeld und Bodo Dringenberg lesen eine Montage aus hannoverschen Tageszeitungen. Der Eintritt kostet fünf Euro.

Der gesellschaftliche Aufbruch in die Moderne, der in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts seine deutlichen Spuren hinterließ, schlägt sich mit all seinen Gegensätzlichkeiten und Widersprüchen besonders ausdrucksvoll in der vielfältigen Tagespresse jener Zeit nieder. Auch in den hannoverschen Zeitungen werden die Auswirkungen der Moderne thematisiert und je nachpolitischer Couleur euphorisch oder kritisch begleitet. Mit ausgewählten Kolumnen über die Zwischenkriegszeit, aus denen die Autoren Birkefeld und Dringenberg vortragen, lassen sie Hannovers wilde Zwanziger wieder aufleben. So entsteht ein eindrucksvolles Panorama über die Elektrifizierung und Motorisierung der Stadt, über Citybildung und altstädtische Verwahrlosung, über Vergnügungs-, Lichtspiel- und Kristallpaläste, wachsende Kriminalität und politische Gewalt, Lärm und Gestank, soziale Hygiene und Neurasthenie. Es ist eine erschreckende und gleichzeitig amüsante Revue abseits der heutigen "political correctness" über die Phänomene der "Roaring Twenties", deren Licht- und Schattenseiten die gesellschaftlichen Probleme antizipieren, die auch in der Gegenwart immer noch mehr oder weniger unseren städtischen Alltag bestimmen. Richard Birkefeld und Bodo Dringenberg haben zahlreiche Texte zur Stadtgeschichte Hannovers veröffentlicht. Beide sind facettenreiche Vorleser und außerdem Autoren von mehreren Kriminalromanen. Birkefeld erhielt für seinen ersten Roman einen "Glauser" und den deutschen Krimipreis.

www.hannover.de

PM: Landeshauptstadt Hannover

 

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