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Zweiter Bauabschnitt im Operndreieck beendet

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„Rathenauplatz“ erstrahlt in neuem Glanz

Die Parkanlage südlich der Oper hat ein vollkommen neues Gesicht. Nach achtmonatiger Bauzeit hat Oberbürgermeister Stephan Weil heute (4. Juni 2009) gemeinsam mit Regionspräsident Hauke Jagau und Sparkassenvorstand Dr. Heinrich Jagau den für 1,3 Millionen Euro völlig neu gestalteten, rund 5.600 Quadratmeter großen “Rathenauplatz” feierlich eröffnet.
Die Auffrischung der Fläche zwischen Georgstraße, An der Börse und dem neuen Cora-Berliner-Weg war nach der Veränderung der Fahrbeziehungen im vergangenen Jahr der zweite Bauabschnitt zur Umgestaltung des Operndreiecks. Er wurde durch die Sparkasse Hannover mit 200.000 Euro unterstützt.

O-Ton Oberbürgermeister Stephan Weil

“In den vergangenen Jahren haben wir die Aufenthaltsqualität in unserer Innenstadt stetig verbessert. Der runderneuerte parkähnliche Platz südlich der Oper ist ein exzellentes Beispiel dafür. Durch die Umgestaltung hat dieser Ort wieder den repräsentativen Charakter, der ihm nach Laves’scher Prägung gebührt. Ich bin sicher, dass die Hannoveranerinnen und Hannoveraner sowie auch unsere Gäste sich sehr gerne auf diesem Platz aufhalten werden”, unterstrich Oberbürgermeister Stephan Weil bei der Einweihung.

Das Konzept des Berliner Landschaftsarchitekten Kamel Louafi für die Parkanlage interpretiert den Bereich südlich der Oper gartenkünstlerisch neu: Durch eine strenge, geometrische Gliederung und unter Einbeziehung des Mahnmals zur Erinnerung an die jüdischen Opfer des Holocaust sind repräsentative, offene und klar geordnete Räume neu entstanden. An der Achse der Georgstraße orientiert werden jetzt die Grünflächen des Rathenauplatzes zusammen mit dem befestigten Opernplatz durch eine Raster- und Bänderstruktur neu gegliedert. Auffällige Heckenelemente, sogenannte “Broderien”, begleiten die Promenade entlang der Georgstraße mit den drei seitlich angeordneten Denkmalen von Stromeyer, Karmarsch und Marschner.

Die organisch geschnittenen, bis zu 70 Zentimeter hohen immergrünen Hecken schaffen einen transparenten Raum, der auf gelben Stein-Sand-Flächen durchschritten werden kann. Wege aus Natursteinplatten gliedern die sich östlich anschließenden Rasenflächen in West-Ost-Richtung. Die frühere Fahrbahn zwischen Opernhaus und “Rathenauplatz” bietet als neuer Cora-Berliner-Weg RadfahrerInnen und FußgängerInnen eine vier Meter breite Verbindung zwischen Windmühlenstraße/Georgstraße und Sophienstraße. Zwischen der Rasenfläche und den Heckenbroderien ist parallel zur Georgstraße auf dem Rathenauplatz ein befestigter “Couloir” (Flur) in einer Achse zum Mahnmal entstanden, der mit neuen Sitzbänken zum Verweilen einlädt.

Durch das Lichten des äußeren Gehölzbestandes sind nun die historischen Fassaden der Gebäude in der Straße An der Börse als markante Platzkanten wieder erlebbar. Eine Stufenanlage bildet den Abschluss entlang der Straße und bietet mit integrierten Sitzblöcken eine schöne Aufenthaltsmöglichkeit. Die Platzeingänge wurden mit Rampen ausgebaut und durch markante Granitblöcke markiert. Der alte Brunnen auf dem Rathenauplatz musste wegen starker Beschädigungen abgebaut werden, jedoch ist eine neue Anlage geplant, die mithilfe von Sponsoren finanziert werden soll. Die vorhandene Brunnenstube als notwendige Infrastruktur zum Errichten und Betreiben eines Brunnens wurde erhalten.

Die Neugestaltung dieses Platzes zwischen Opernhaus und Georgsplatz ist ein Förderprojekt der Gartenregion Hannover 2009. “Mit dem umgestalteten Rathenauplatz ist mitten im Zentrum von Hannover ein Stück Gartenregion entstanden. Mir gefällt der Brückenschlag zur Expo 2000: Wir setzen mit der Gartenregion praktisch fort, was zur Weltausstellung unter dem Motto ‘Stadt und Region als Garten’ begonnen wurde. Damals hatte Kamel Louafi die Gärten im Wandel gestaltet, die wir im Zuge der Gartenregion ebenfalls wieder instand setzen wollen. Nun hat er auch dem Rathenauplatz ein neues Gesicht gegeben. Mir gefällt das Ergebnis sehr”, betonte Regionspräsident Hauke Jagau.

Die Sparkasse Hannover hat mit einer Spende in Höhe von 200.000 Euro die gartenkünstlerische Gestaltung des Projektes unterstützt. “Als Sparkasse stehen wir für Nähe, Vertrauen und regionale Verantwortung. Mit unserem gesellschaftlichen Engagement investieren wir in die Zukunft der Region. Die ‘Gartenregion Hannover’ entspricht in vielerlei Hinsicht unserem Förderideal: Sie verbindet alle 21 Städte und Gemeinden der Region zu einem Netzwerk der ‘Gartenkultur’, steigert die Attraktivität der einzelnen Kommunen wie der gesamten Region und damit auch die Lebensqualität der Menschen, die hier leben. Jetzt schon zeichnet sich ab: Das Gartenjahr 2009 ist spannend und ereignisreich. Es findet weit über die Grenzen der Region hinaus Aufmerksamkeit”, erläuterte Dr. Heinrich Jagau, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hannover, die Motive für das Engagement des Kreditinstituts.

Bereits im Herbst soll der dritte Bauabschnitt zur Umgestaltung des Operndreiecks beginnen. Nach dem Plan Louafis werden dabei die direkt am Opernhaus vorhandenen Grünflächen erweitert und der Rasen zum Teil durch Heckenstreifen ersetzt.

www.hannover.de

PM: Landeshauptstadt Hannover

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