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enercity Contracting GmbH ist komplett

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Contracting-Geschäft der Stadtwerke Hannover AG geht auf Tochtergesellschaft über

Die zum Jahreswechsel gegründete enercity Contracting GmbH (eCG) und übernahm mit Wirkung zum 4. Juni 2009 das Contracting-Geschäftsfeld der Stadtwerke Hannover AG. Die neue Gesellschaft ist mit einem Stammkapital von 210.000 Euro ausgestattet. Für die Kunden wird es kaum Änderungen geben. Sowohl die bisherigen Ansprechpartner als auch die bekannten Abläufe bleiben erhalten. Alle Vertragsbeziehungen gehen unverändert im Rahmen der Gesamtrechtsnachfolge auf die neue Gesellschaft über.

"Mit der Ausgründung des Contracting-Geschäftsfeldes in die neue Tochtergesellschaft wird die Stadtwerke Hannover AG ihre starke Marktposition im Contracting-Markt auch außerhalb des Netzgebietes weiter verbessern und ihre Wachstumsstrategie umsetzen", erläutert der Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke Hannover AG, Michael Feist.

Die hundertprozentige Tochter ist als Wärmeversorgungs- und Contractingunternehmen mit Sitz in Hannover auch mit bundesweiten Vertriebsaktivitäten zum Energie(liefer-)contracting präsent. In der eCG ist neben Wärme- und Kälteserviceangeboten auch das Geschäftsfeld "CNG" (Erdgas als Kraftstoff) mit Fokus auf die Region Hannover angesiedelt. Mit aktuell 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erwirtschaftet die Gesellschaft derzeit einen Umsatz in Höhe von rund 31 Mio. EUR.

Beispielhafte Referenzen der enercity Contracting GmbH (das aktuelle Angebot und Leistungsspektrum finden Sie unter www.enercity-contracting.de):

Die bundesweiten und regionalen Projekte der enercity Contracting GmbH (eCG) decken die ganze Bandbreite der Wärme- und Kältelieferung ab. Von großen industriellen Anlagen für Prozesswärme über Fern- und Nahwärmeprojekten bis hin zu regenerativen Insellösungen sind vielfältige Referenzen vorzeigbar, wie diese kleine Auswahl zeigt:

>> im Industriesektor liegt das bis dato größte Projekt der eCG vor. Der in Dortmund ansässige Zuckerwarenhersteller "van Netten GmbH" (Fruchtgummi, Gelee- und Konfektartikel sowie Bonbons und Dragees) nutzt inzwischen die enercity Contracting-Dienstleistungen. Dessen dampfbetriebene Absorptionskälteanlage stellte die eCG auf eine hochwertige Turbokompressionskälteanlage der neusten Generation um (2600 kW Kälteleistung und rund 3.500 MWh jährliche Abnahme). Darüber hinaus übernahm die eCG die vorhandene 17.000 kW Dampfkesselanlage mit rund 24.000 MWh Jahresabnahme. Durch das Nachrüsten von Economisern (Vorwärmung des Kesselspeisewassers durch die Abgase) in den Kesselanlagen und das Nachrüsten hocheffizienten Brennersteuerungen wird ein erheblich sparsamerer Betrieb erreicht.

>> die eCG betreibt im Wohngebiet Große Pranke in Hannover-Marienwerder die Heizzentrale des gesamte Areals (verwaltet durch die Krüger Immobilien GmbH). Im Jahr 2002 stand dort die Sanierung der Wärmeerzeugungsanlage sowie des Versorgungsnetzes für deren eigenen Wohnungsbestand sowie acht weiterer Eigentümergemeinschaften mit 613 Wohnungen an. Der enercity Wärme-Service überzeugte sowohl ökologisch als auch preislich. Seit dem 01.10.2002 ist dort eine Kombination von Holzpellet- und Gas-Spitzenlastkessel in Betrieb. Die Wärmekosten rechnet die eCG für jede der 18 Unterstationen separat und mit den Eigentümergemeinschaften direkt ab. Dank des Brennstoffes Holzpellets (es ist eine der größten Anlagen Norddeutschlands) sorgt diese wirtschaftliche Wärmeversorgung für eine Reduzierung des Primärenergie-Verbrauchs und CO2-Ausstosses von 50 Prozent.

Für große Wärme- und Kältekunden bot sich mit der dezentralen Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in Blockheizkraftwerken bereits bisher eine attraktive, umweltfreundliche Energieversorgung. Für Kunden im niedersächsischen L-Gas-Gebiet ab einem Verbrauch von 1,5 GWh bietet sich zusätzlich die Nutzung von Biomethan in Erdgasqualität an, welches seit Frühjahr 2008 in das Erdgasnetz der Stadtwerke Hannover AG eingespeist wird. Durch das novellierte Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG 2009) sind seit dem 1. Januar 2009 wirtschaftliche Wärmeversorgungskonzepte mit Biogas-BHKWs im Contracting zu realisieren:

>> bei der Wärmelieferung für das Strandbad Maschsee in Hannover wird zukünftig der Nutzwärmebedarf von 1.512 Megawattstunden pro Jahr (MWh/a) über eine Gas-Kesselanlage mit 900 Kilowatt (kW) und ein Blockheizkraftwerk (BHKW) mit 115 kWth Leistung gedeckt. Die im BHKW erzeugten 490.000 kWh/a Strom werden in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Zur Wärme- und Stromerzeugung kommen rund 2.430 MWh/a Erd- beziehungsweise Biogas zum Einsatz, wovon etwa 1.570 MWh/a aus der Biogasanlage Ronnenberg stammen. Durch die Verwendung von Biogas erfolgt die Wärme- und Stromproduktion im BHKW regenerativ und trägt so deutlich zur Minderung der CO2-Emission bei (-633 Tonnen CO2 pro Jahr).

>> von den fast 40 BKHW betreibt die eCG einen Großteil in wohnungswirtschaftlichen Objekten – so etwa in der hannoverschen Wohnanlage "Am Dornbusch", welche von der VOW Immobilienmanagement (Braunschweig) verwaltet wird. Die Anlage umfasst 246 Wohneinheiten mit einer Gesamtwohnfläche von 7.198 qm. Die bestehende Gasheizanlage, welche nur noch für Spitzenlasten im Winter herangezogen wird, wurde 2008 durch ein BHKW ergänzt (34 kWel, 78 kWth). Das KWK-Modul produziert circa 62 Prozent der benötigten Wärme und wird mit Biomethan betrieben. Das Biomethan wird ebenfalls in der Biogasanlage in Ronnenberg erzeugt. Dies bewirkt eine CO2-Einsparung von 358,5 Tonnen pro Jahr

Im Bereich der regenerativen Energien sammelte die eCG auch Erfahrungen mit Wärmeversorgung im Inselbetrieb, die ohne netzangebundene Spitzenlastanlagen auskommen:

>> mit einer neuartigen Heizcontaineranlage gewährleistet enercity seit 2007 die Wärmeversorgung eines Therapiezentrums in Hannover-Bemerode. Rund 180.000 kWh Heizwärme pro Jahr werden ausschließlich durch Holzpellets und Sonne erzeugt. Das entlastet die Atmosphäre um rund 36 Tonnen CO2 pro Jahr. Die modulartige, gasnetzunabhängige Heizzentrale ist mit einem 100 kW Holzpelletkessel ausgestattet, einem Silo-Lagerraum für die Holzpellets, einem 1.000 Liter Pufferspeicher und 24 Quadratmeter thermischen Solaranlage. Im Sommer wird die Wärme zur Warmwasserbereitung ausschließlich über die Solaranlage bereitgestellt. In der Übergangszeit und im Winter heizt der Holzkessel automatisch zu.

www.enercity.de

PM: Stadtwerke Hannover AG

 

Kategorie: Wirtschaft

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