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Keine Tiere aus Nicht-EU-Staaten aus dem Urlaub mitbringen!

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Veterinäramt der Region Hannover warnt

Die Sommerferien stehen kurz vor der Tür – wenn am 25. Juni in Niedersachsen die Ferienglocken läuten, kommt auch auf die Region Hannover wieder eine verstärkte Reiseverkehrswelle zu. Allerdings zieht es nicht nur Menschen in ferne Länder, sondern auch für Tiere heißt es immer öfter „Koffer packen“. „Erfahrungsgemäß tritt in solchen Zeiten verstärkten Reiseverkehrs gehäuft das Problem von an den Grenzen aufgehaltenen  Hunde und Katzen auf, die als tierische ´Urlaubssouvenirs´ oder ´lebende Geschenke´ aus Staaten, die nicht zur EU gehören, eingeführt werden sollen. Auch die Mitnahme von Heimtieren im Auftrag von Tierschutzvereinen als Flugpate boomt zur Ferienzeit“, erläutert Dr. Petra Spieler, Leiterin des Fachdienstes Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Region Hannover.

 

Ein Trend, der zwar mit Tierliebe zu erklären ist, allerdings mit hohen Kosten verbunden und gesundheitsgefährdend sein kann. Denn in die EU dürfen nur Hunde und Katzen einreisen, die durch eine wirksame Impfung vor einer Tollwutinfektion geschützt sind. „Leider sind die wenigsten Reisenden, die sich im Urlaubsland spontan, häufig aus Mitleid, zur Mitnahme eines Tieres entschließen, über die Einreisebedingungen informiert“, gibt Dr. Spieler zu bedenken.

Zum Schutz der weitgehenden Tollwutfreiheit der EU gelten strenge Einreisebestimmungen. Tollwut ist eine ansteckende Viruserkrankung, die durch Bisswunden und Speichel auf Hunde, Katzen, andere Tiere und insbesondere auch Menschen übertragen werden kann. Die Fachdienstleiterin warnt: „Ohne entsprechende vorbeugende Impfmaßnahmen, geht die Krankheit für den Menschen und das Tier tödlich aus. Das Krankheitsbild ist nicht eindeutig, so dass Verwechslungsgefahr mit mehreren anderen bedeutenden Krankheiten besteht.“ Aber auch andere Infektionskrankheiten können die Gesundheit von Mensch und Tier erheblich gefährden, die in Deutschland nicht vorkommen.

Besonders gefährdet sind die Tiere, deren Impfschutz nicht durch jährliche Wiederholungsimpfungen aufrechterhalten wurde, die sehr jung oder alt sind oder die durch die klimatischen Bedingungen gestresst und daher für Krankheiten besonders empfänglich sind. In südlichen Urlaubsländern ist für Hunde die Ansteckungsgefahr mit speziellen Infektionserkrankungen deswegen besonders hoch.

Deshalb rät Dr. Spieler: „Tierbesitzer sollten ihre Lieblinge zu Hause lassen und keine lebendigen Urlaubsandenken aus dem Urlaub mitbringen. Wenn die Mitnahme unvermeidbar ist, empfehlen wir, sich vor der Reise umfassend  beim zuständigen Amtstierarzt über die Rückreiseformalitäten zu informieren.“ Über die im Urlaubsland geltenden Bestimmungen können am besten die jeweiligen Konsulate Auskunft geben.

Einwohner der Region Hannover können sich telefonisch unter 0511 / 6 16 – 2 20 95 beraten lassen. Anfragen können auch per E-Mail gestellt werden an: FDVV@region-hannover.de.

www.region-hannover.de

PM: Region Hannover

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