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„Dann müssen wir ihn runterschießen!“

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Heute fand auf dem besetzten Boehringergelände der erste Großeinsatz. Etwa 70 Beamten und Beamtinnen vor Ort nahmen die Personalien aller Anwesenden auf. Als Begründung für den Einsatz wurden Parolen  am Haus des Oberbürgermeisters Weil genannt. Die Beamten hielten sich 3 Stunden auf dem Gelände auf. Alle Zelte und Häuser wurden durchsucht. Hierbei wurden auch Privatsachen durchsucht.

Wir vermuten das der Einsatz auch zur Aufklärung für eine bevorstehende Räumung und Einschüchterung dient. Probleme hatten die Beamten und Beamtinnen bei der Personalienfeststellung einer Person, welche sich auf einer Plattform in einer Eiche befand. Trotz der Ankündigung der Polizei eine Klettereinheit holen zu lassen wollte die Person nicht herunterkommen. Es ereignete sich folgende Situation, Beamter 1: "Hoffentlich pisst der jetzt nicht herunter". Beamter 2:"Wenn der mir auf den Kopf pisst, müssen wir ihn herunterschießen!"

Die Besetzer und Besetzerinnen empfinden diese Aussage als illegitimen Angriff auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Aktivisten und Aktivistinnen forderten vom Einsatzleiter die Einsatznummer des Beamten bekannt zugeben.

Am Ende haben die Beamten und Beamten um 15:45 Uhr das Gelände verlassen, ohne die Personalien des Aktivisten festgestellt zuhaben. Es wird vermutet, dass die Polizei mit dieser Aktion eine Verunsicherung der BesetzerInnen bezwecken wollte. "Es kann nicht sein, dass eine Aktion, welche zum Ziel hat eine öffentliche Debatte über Sinn und Unsinn des Versuchslabors zu erzeugen, durch solche Polizeieinsätze kriminalisiert wird. und so die öffentliche Debatte unterbunden wird ", sagt Kerstin Müller, ein Unterstützerin der Besetzung.

Betina S., eine Bewohnerin der Besetzung meint:" Wir werden uns durch diese Repression nicht einschüchtern lassen. Wir sind weiterhin davon überzeugt, dass das, was wir tun, richtig ist. Weiterer Widerstand gegen Boehringers Vorhaben, welches unendliche Tierqualen erzeugen wird, ist notwendig!" Der Einsatz der Polizei wird von den Besetzern und Besetzerinnen als unverhältnismäßig und kriminalisierend angesehen.

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