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Gemeinsam gegen Neonazis!

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die-gruenenVeranstaltung des Grünen Stadtverbands zu Nazis in Norddeutschland und Protest in Bad Nenndorf am vergangenen Wochenende.

Bad Nenndorf – ein kleiner Kurort vor den Toren Hannovers mit großer Bedeutung für die rechtsextreme Szene. Jahr für Jahr marschieren dort hunderte Neonazis auf, verherrlichen den Nationalsozialismus und verunglimpfen die alliierten Befreier als "Besatzer". Aufklärung über diese rechtsextremen Umtriebe sowie eine Mobilisierung für die Proteste gegen den braunen Spuk. Diese Ziele verfolgten die hannoverschen Grünen mit der Info-Veranstaltung "Nazis in Norddeutschland – Bad Nenndorf als Wallfahrtsort der rechtsextremen Szene".

Rund 50 Interessierte waren der Einladung des Grünen Stadtverbandes ins Freizeitheim Linden gefolgt. Nach der Begrüßung durch den Landtagsabgeordneten Helge Limburg, folgte zunächst ein Vortrag der Journalistin Andrea Röpke. "Die Neonazis in Niedersachsen sind dreister geworden", machte Röpke deutlich und verwies dabei auf das Auftreten von Jürgen Rieger und Co. in Wolfsburg, wo rund 30 militante Rechtsextremisten Anfang Juli eine Gruppe von Journalisten attackiert hatten. Auch die illegale Hotelbesetzung von Aktivisten der Kameradschaft "Celle 73" in der Gemeinde Faßberg ist ein Beispiel für die Dreistigkeit der norddeutschen Neonazis.

In Bad Nenndorf nehmen Rechtsextremisten Vorkommnisse der Jahre 1945 bis 1947 im ehemaligen britischen Militärgefängnis "Wincklerbad" zum Anlass, die damals dort Inhaftierten, darunter u.a. ehemalige Mitglieder der Waffen SS, zu Märtyrern zu verklären und relativieren damit die Verbrechen des Nationalsozialismus. Andrea Röpke beobachtet die Aufmärsche der Rechtsextremisten zum Wincklerbad seit Jahren und fasste zusammen: "Die Neonazis instrumentalisieren Bad Nenndorf für ihre Zwecke."

Sebastian Wertmüller, DGB-Vorsitzender der Region Niedersachsen-Mitte, berichtete, dass in den vergangenen Jahren insbesondere Antifa-Gruppen aus der Region Schaumburg gegen die Nazi-Aktivitäten vor Ort protestiert hätten. Er zeigte sich erfreut darüber, dass es inzwischen ein breites bürgerliches Bündnis verschiedenster Gruppen, darunter Gewerkschaften, Kirchen, Parteien und Sportvereine gebe, die gemeinsam mit der Antifa auf die Straße gingen. Für die Zukunft rief Wertmüller dazu auf: "Wir dürfen uns beim Protest gegen Nazis nicht spalten lassen, sondern müssen uns dieser Aufgabe gemeinsam stellen."

www.gruene-hannover.de

PM: BüNDNIS 90/DIE GRüNEN Regionsverband Hannover

 

Kategorie: Politik

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