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Einigung über die Grundzüge des Thüga-Verkaufs

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E.ON und kommunales Erwerberkonsortium Integra/KOM9 einigen sich über wirtschaftliche Grundzüge des Thüga-Verkaufs

E.ON hat sich mit dem kommunalen Erwerberkonsortium Integra/KOM9 über die wirtschaftlichen Grundzüge eines Verkaufs der Thüga AG geeinigt. Das Konsortium ist ein Zusammenschluss aus enercity (Stadtwerke Hannover AG), der Mainova AG, der N-ERGIE Aktiengesellschaft und der KOM9 GmbH & Co. KG, die sich wiederum aus mehr als 45 Stadtwerken zusammensetzt. Die Verhandlungspartner haben sich im Rahmen des Verkaufs insbesondere darauf verständigt, dass die Thüga-Beteiligungen an der GASAG Berliner Gaswerke AG (37 Prozent), an der HEAG Südhessische Energie AG (40 Prozent), an den Stadtwerken Duisburg (20 Prozent) sowie an den Stadtwerken Karlsruhe (10 Prozent) an die E.ON Ruhrgas übertragen werden. Diese Beteiligungen sollen unmittelbar nach Abschluss der Transaktion separat veräußert werden. Für die so verkleinerte Thüga wurde ein Bar-Kaufpreis von rund 2,9 Mrd Euro vereinbart. Vorbehaltlich der Zustimmung aller erforderlichen Gremien auf beiden Seiten sollen die finalen !
Kaufverträge in den kommenden Wochen unterzeichnet werden. Die Transaktion bedarf der Freigabe durch das Bundeskartellamt. Mit einem Vollzug der Transaktion wird noch in diesem Jahr gerechnet.

Die Thüga AG ist eine 100 Prozent Tochtergesellschaft der E.ON-Ruhrgas und mit mehr als 90 Minderheitsbeteiligungen das größte Netzwerk kommunaler Energieversorger in Deutschland. Die Mehrheitseigentümer sind zumeist die jeweiligen Städte und Gemeinden. Inklusive aller Beteiligungen versorgte die Thüga-Gruppe in 2008 bei einem Absatz von 158 TWh Gas rund 2,9 Millionen Gaskunden, bei einem Absatz von 38 TWh Strom rund 3,5 Millionen Stromkunden und rund eine Million Kunden mit Trinkwasser. Daneben versorgt Thüga im sogenannten Eigengeschäft Gas- und Stromkunden vornehmlich in Süddeutschland sowie über die vollkonsolidierte Tochtergesellschaft Harz Energie GmbH & Co. KG (Thüga-Anteil 53 Prozent) in Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Die Thüga-Anteile der E.ON Ruhrgas werden mittel- und unmittelbar über die Holdinggesellschaft E.ON Ruhrgas Thüga Holding GmbH („ERTH“) gehalten, die im Rahmen der Transaktion mitveräußert wird. In 2008 erwirtschaftete!
die Thüga AG einen konsolidierten Umsatz von rund 630 Mio. Euro und einen bereinigten Jahresüberschuss von rund 270 Mio. Euro. Inklusive aller Minderheitsbeteiligungen (Thüga-Anteil mindestens 20 Prozent) erzielte die Thüga-Gruppe 2008 einen Gesamtumsatz von 16,4 Mrd. Euro.

Die Integra-Konsorten enercity (Stadtwerke Hannover AG), Mainova (Frankfurt) und N-ERGIE (Nürnberg) werden jeweils rund 20,75 Prozent der Thüga-Anteile übernehmen. Die Stadtwerkegruppe „KOM9“ erwirbt rund 37,75 Prozent der Stadtwerke-Holding. In der KOM9 haben sich mehr als 45 kommunale Versorgungsunternehmen aus ganz Deutschland – von Aue bis Wiesbaden – zusammengeschlossen. Die Integra-Konsortialpartner enercity (Stadtwerke Hannover AG), Mainova AG und N-ERGIE Aktiengesellschaft sind per Konsortialvertrag miteinander verbunden. Zwischen dem Integra- und KOM9-Konsortium wurde eine Aktionärsvereinbarung geschlossen.

www.enercity.de

PM: Stadtwerke Hannover AG

 

 

Kategorie: Politik

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