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JugendSportZentrum Buchholz startet mit Auftakt für „Freiraum 2008“

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Mit einem ganz auf Bewegung und Gesundheit ausgerichteten Programm ist das Jugendzentrum Buchholz heute (4. April) offiziell als "JugendSportZentrum Buchholz" gestartet. Gefeiert wurde mit der Auftaktveranstaltung für "Freiraum 2008", der städtischen Aktionsreihe zur außerschulischen Bildung für Kinder und Jugendliche. Denn deren Motto "entdecken – ausprobieren – erfahren" steht in diesem Jahr im Zeichen von "Sport, Bewegung und Gesundheit".

Dass die Skater im "sportlichen" Jugendzentrums verbesserte Bedingungen vorfinden, ist nicht zuletzt einer Spende des Mobilfunkanbieters E-Plus zu verdanken: Jörg Born, Pressesprecher der Firma, überreichte Volker Rohde, Bereichsleiter der Offenen Kinder und Jugendarbeit im Fachbereich Jugend und Familie, einen symbolischen Scheck in Höhe von 2.500 Euro – Ergebnis einer BASE-Aktion im vergangenen Sommer. Die Skater im JugendSportZentrum freut’s!

Das JugendSportZentrum

Mit der Einrichtung eines JugendSportZentrums beschreitet die Stadt Hannover neue Wege in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Die Idee ist, alle für Kinder und Jugendliche geeigneten Medien zu nutzen, um pädagogische Inhalte zu vermitteln und pädagogische und soziale Ziele zu erreichen. Neben anderen Methoden und Inhalten kommt dem Sport dabei eine besondere Bedeutung zu: Er ist für Jugendliche attraktiv, man kann auf einfache Weise Regeln und ihre Respektierung lernen, er ist sozial und international akzeptiert.

Im JugendSportZentrum sollen Kinder und Jugendliche durch spezifisch sportliche Inhalte, bedürfnisorientierte Angebote und Methoden erreicht werden. Im Fokus des Konzepts stehen niedrigschwellige, zeitlich und inhaltlich offene Aktivitäten, die Sportfachleute und Sozialpädagogen anleiten und begleiten.

Das JugendSportZentrum will vorhandene Angebote der Sportvereine nicht ersetzen sondern so ergänzen, dass die Jugendlichen mittelfristig auch in das Vereinsleben integriert werden können. Das Konzept ist daher vorrangig an Zehn- bis 18jährige aus dem ganzen Stadtgebiet gerichtet, die bisher keinen Zugang zum traditionellen Vereinssport gefunden haben oder dem Sport verloren gegangen sind. Ressourcen der Jugendarbeit und der Sportvereine sollen gemeinsam genutzt werden.

Das JugendSportZentrum bietet ein breites Spektrum allgemeiner sportlicher Aktivitäten und Angebote wie

  • bewegungsbezogene geschlechtsspezifische Arbeit
  • Mitternachtssport
  • Kampfkunst
  • Fitness und Gesundheit
  • Skateboard, Inline und BMX fahren
  • Showdance, Breakdance und Musik
  • erlebnispädagogische Gruppenangebote wie Seilgarten, Kanutouren, Segeln
  • spezielle adressatenorientierte Arbeit (Übergewichtige, Hyperaktive)
  • regelmäßige Turniere in traditionellen Sportarten wie Fußball, Basketball, Beachvolleyball, Badminton.

Darüber hinaus werden besondere Maßnahmen in "geschützten" Räumen und zu speziellen Zeiten durchgeführt, zum Beispiel für Mädchen und junge Frauen oder übergewichtige Kinder und Jugendliche.

Das "JugendSportZentrum" ist kein "alternativer Sportverein". Originäre Aufgaben der Offenen Kinder- und Jugendarbeit wie

  • aktive Beteiligung ermöglichen und Eigenverantwortung entwickeln und fördern
  • die unterschiedlichen Interessen und Lebenslagen von Mädchen und Jungen berücksichtigen und thematisieren
  • demokratisches Handeln unterstützen
  • durch außerschulische Bildung soziale und kulturelle Schlüsselqualifikationen erwerben

bleiben und sollen über das Medium Sport bewusst bearbeitet werden. Offene-Tür-Angebote, Angebote zur beruflichen Bildung und Beratung, Einzelfallhilfe, Bewerbungstraining u. a. gibt es auch weiterhin.

Das JugendSportZentrum soll fünf Jahre lang erprobt und evaluiert werden.

Auftakt des Programms "Freiraum 2008 – Sport – Bewegung – Gesundheit"

Passend zur Eröffnung des JugendSportZentrums Buchholz steht das diesjährige außerschulische Bildungsprogramm "Freiraum" des städtischen Bereichs Offene Kinder- und Jugendarbeit unter dem Motto "Sport – Bewegung – Gesundheit".

Neben der Familie kommt altersspezifischen Institutionen des Sports im Lebensalltag von Kindern und Jugendlichen eine große Bedeutung zu. Dabei definiert der Begriff Sport nicht mehr nur das Aneignen und Trainieren von Bewegungen, sondern stellt die Erweiterung von individuellen und gemeinsamen Handlungsspielräumen in den Mittelpunkt. Somit geht es um das Erlernen reflexiver, personaler und sozialer Kompetenzen, wie Selbstbewusstsein, den Umgang mit Gefühlen, Ausdrucksfähigkeit, Teamfähigkeit, Verantwortungsbereitschaft und Solidarität, Toleranz, Mitbestimmung usw.

Der Großteil dieser Fähigkeiten wird außerhalb der Schule erworben. Der Offenen Kinder- und Jugendarbeit kommt dabei als Lernort für Kinder und Jugendliche eine besondere Bedeutung zu:

  • Die MitarbeiterInnen der Jugendzentren, Spielparks und Jugendtreffs haben Zugang zu so genannten "bildungsfernen Schichten" und sind offen für Alle.
  • Sie haben Zeit, Raum und Know how, um sehr individuell auf Bedürfnisse einzugehen, Wünsche aufzunehmen und umzusetzen.
  • Offene Kinder und Jugendarbeit ist nicht gebunden an Vorgaben im Sinne von Lehrplänen, Klassengrößen, Inhalten, sondern kann Angebote frei auf unterschiedliche Zielgruppen zuschneiden.
  • Oberstes Prinzip der Offenen Kinder- und Jugendarbeit ist Freiwilligkeit. Kinder und Jugendliche nehmen an den Angeboten mit einer hohen Grundmotivation teil, da sie sich selbst dafür entschieden haben und diese mitgestalten können.

Vor diesem Hintergrund haben die städtischen Jugendzentren und Spielparks zusammen mit Kooperationspartnern wie schon 2007 ein Veranstaltungsprogramm zusammengestellt. "Freiraum 2008" weist eine Vielzahl von Aktivitäten aus, die über die alltäglichen Sport- und Bewegungsangebote in den Einrichtungen hinausgehen. Von April bis Dezember gibt es Einzelprojekte und -veranstaltungen oder auch Bausteine, die mehrfach in verschiedenen Stadtteilen angeboten werden.

Im Programm finden sich Veranstaltungen wie

  • "Kick it like Mike Hanke", eine Angebotsreihe zum Fußballspielen
  • die "Soccer-court Tour 2008"
  • "Keep on running", eine Laufschule
  • "Gesunde Mädchenpower", "Girlsdance", Angebote speziell für Mädchen
  • "die Kinder Sommerolympiade"
  • "Gesund und lecker", "das Kochstudio für Kids" und "internationales Kochen"
  • "Hoch hinaus", der Kletterspaß für Mutige
  • "From the street", die Breakdance Battle in Döhren.

Zielgruppe sind alle zwischen sechs und 20 Jahren. StammbesucherInnen der Jugendzentren und Spielparks sollen sich ebenso angesprochen fühlen wie Kinder und Jugendliche, die bisher nicht an Aktivitäten der Offenen Kinder und Jugendarbeit teilgenommen haben.

Das Programmheft ist neben den Jugendzentren und Spielparks in Büchereien, Freizeitheimen, Schulen zu bekommen.

PM: Presseserver Hannover

 

Kategorie: Sport

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