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Anhörung im Bezirksrat zum Thema Hochbahnsteige

Bezirksratssitzung im FZH Linden

Bezirksratssitzung im FZH Linden

Fakten zum Thema Hochbahnsteige:

  • Varianten in Planung für den Küchengarten – Limmerstraße oder Spinnereibrücke
  • Kosten: 3-4 Millionen Euro (1,8-2 Mio.) 75% der Kosten sind Landesfördermittel (Vergleich Neubau der Kita Siloah kostet 2,5-2,8 Mio.)
  • Länge: 70 m mit Rampen 100 m
  • Höhe: 80 cm
  • Bauzeit: min. 1 Jahr
  • Die Bäume im Haltestellenbereich müssen verschwinden, ob in diesem Bereich Außengastronomie oder größere Geschäftsauslagen möglich sind ist sehr fraglich (betroffen davon sind am Küchengarten "Jaqueline" und an der Leinaustraße "Wahl's" und "Doppelkorn")
  • Die Bushaltestelle der Linie 700 wird vor die Kreuzung Selmastraße verlegt
  • Es sollen alle drei Haltestellen in der Limmerstraße umgebaut werden (300 m Haltestelle auf c. 1.000 m Straßenlänge)

Terminplan für Haltestellenbau im Stadtbezirk Linden-Limmer: 

  • 2011 Küchengarten und Schwarzer Bär
  • 2017 Leinaustraße
  • erst nach 2020 werden weitere Hochbahnsteige in Linden gebaut 

Aufgrund des Themas war die Bezirksratssitzung überdurchschnittlich gut besucht. Es waren auch viele direkt betroffene Geschäftsleute aus der Limmerstraße anwesend.

Von Seiten der Grünen Bezirksratsfraktion wurde bemängelt das nur die Region Hannover zur Anhörung erschienen ist. Eingeladen waren aber auch die Üstra, Regiobus, usw. – nach interner Absprache hatte sich die Verwaltung darauf verständigt das es ausreicht wenn Herr Weske von der Region Hannover den Stand der Planungen vorstellt.

Herr Baxmann von der Aktion Limmerstraße vertrat die Interessen der Geschäftswelt auf der Limmerstraße. Gefordert wurde ein Gesamtkonzept für die Straße im Zuge der Planungen. Es dürfen mit dem Bau des Hochbahnsteiges am Küchengarten keine Fakten geschaffen werden ohne das dabei der Rest der Limmerstraße mit allen noch ausstehenden Problemen berücksichtigt wird. Die Gemeinschaft Aktion Limmerstraße lehnt den Bau von Hochbahnsteigen in der Limmerstraße grundsätzlich ab und wünscht sich das eine Niederflurvariante geprüft wird.

Die Grünen sprachen sich dafür aus alle Möglichkeiten inkl. einer Niederflurlösung zu prüfen und sich dafür entsprechend Zeit zu nehmen. Die Planungsphase für die Fußgängerzone in der Limmerstraße hat ca. 5 Jahre beansprucht und die Planung für den Hochbahnsteig soll jetzt in weniger als der halben Zeit durchgezogen werden. In der Zwischenzeit sollten die bestehenden Möglichkeiten endlich genutzt werden. Beispielsweise sollte die Buslinie 700 zu 100% mit Niederflurbussen ausgestattet werden wie es schon seit langem gefordert wird.

Von Seiten der Linken wurde angemerkt das eine Umstellung der gesamten Linie 10 auf Niederflurtechnik viel eher zur angestrebten Barrierefreiheit führt wie ein Hochbahnsteigbau. Im Verlauf der Linie 10 ist bis 2020 nur die Haltestelle Leinaustraße 2017 zum Umbau vorgesehen. Dadurch wir es noch weit über 10 Jahre dauern bis die Linie 10 komplett mit Hochbahnsteigen umgerüstet ist. Das führt dazu das man zwar am Küchengarten einsteigen, aber einzig am Endpunkt Aegi wieder aussteigen kann. Dort müsste der Fahrgast der den Hauptbahnhof erreichen will zunächst in die U-Bahn zum Kröpcke und dort erneut umsteigen. Mit der Buslinie 100/200 oder 120 mit Umsteigemöglichkeiten am Krankenhaus Siloah, Waterlooplatz und demnächst auch Königswortherplatz ist die Innenstadt wesendlich einfacher erreichbar.

Angeregt wurde außerdem einen Fachmann für die Niederspurlösung zu rate zu ziehen, da es hier die verschiedensten Aussagen gab was die Haltestellenbeschaffenheit angeht. Eine Kostengegenüberstellung der Niederspur- und Hochbahnsteigvarianten wäre auch wünschenswert.

Als Problempunkt bei einer Niederflurlösung für die Linie 10 wurden von der Bezirksratsfraktion der CDU angeführt das es dann keine Expressfahrten am Morgen und auch keinen zentralen Nachtsternverkehr über die Tunnelstrecke mehr geben kann. Auch bei Sperrungen in der Innenstadt, z.B. Demonstrationen, könnte der Tunnel nicht mehr als Ausweichstrecke dienen.

Einzig die Bezirksratsfraktion der SPD befürwortete eine schnelle Umsetzung der Hochbahnsteiglösung in der Limmerstraße und würde den Ausbau in Linden gerne noch beschleunigen.

In der Einwohnerfragestunde wurde der Vorschlag eingebracht wenn es denn schon ein Hochbahnsteig in der Limmerstraße sein muss, diesen doch auf die Höhe der Toblerone-Hochhäuser zu verlegen, da dort mehr Platz vorhanden ist.

Bemängelt wurde die Buslinie 700 die trotz der Niederflurbusse für Rollstuhlfahrer nicht zugänglich ist, da es im Bereich der Fußgägngerzone keine Bordsteinkanten als Auflage für die Rampen gibt. Einzig an der Haltestelle Ungerstraße wäre ein Einstieg möglich, aber dort hält die Buslinie bekanntermaßen nicht.

Kategorie: Verkehrsinformationen

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