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Schulen aus der Region Hannover starten beim IHK/JeT-Racing Cup

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Die Boxengasse öffnet sich, schnittige Autos rollen auf ihre Positionen. Gespannt warten Zuschauer an der Strecke auf das Ampelsignal – bis das rote Licht erlischt. Wie aus der Pistole geschossen preschen die Rennwagen aus der Startzone, erreichen binnen Sekunden Spitzengeschwindigkeiten. Und das ganz ohne röhrendes Motorgeheul und Benzingestank in der Luft. Wo es so etwas gibt? Auf der IdeenExpo 2009 in Hannover. Gemeinsam mit dem Verband Deutscher Ingenieure (VDI) und der Initiative Jugend entdeckt Technik (JeT) organisiert die Industrie und Handelskammer (IHK) den niedersachsenweiten Schülerwettbewerb „Racing Cup“. Hier stehen nicht Namen wie Vettel, Hamilton oder Button mit PS-starken Boliden im Vordergrund, sondern junge Tüftler – auch aus der Region Hannover. Sie entwickeln 55 Gramm schwere und bis zu 70 Km/h schnelle Flitzer, die mit Hilfe einer CO2-Kartusche angetrieben werden.

 

Insgesamt acht Teams haben sich für den Technologie-Wettbewerb qualifiziert, die sich jeweils aus sechs Schülerinnen und Schülern von allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen zusammensetzen. Aus der Region Hannover nehmen die Berufsbildende Schule Neustadt und die Kooperative Gesamtschule Neustadt a. Rbge., die BBS 6 jeweils mit der Kooperativen Gesamtschule Sehnde und der Marie-Curie-Schule Ronnenberg sowie die BBS Burgdorf-Lehrte gemeinsam mit dem Gymnasium Burgdorf teil. Die Aufgabe: Gemeinsam einen Rennwagen zu entwerfen, auf der IdeenExpo zu bauen und dort ins Rennen zu schicken. „Unser Ziel ist es nicht nur, den Jugendlichen ein spannendes Lernerlebnis und eine intensive Auseinandersetzung mit technischen Berufsbildern zu schaffen. Wir wollen auch, die Zusammenarbeit zwischen den berufsbildenden und allgemeinbildenden Schulen zu fördern“, sagt Arne Hirschner, zuständig für die Nachwuchsförderung bei der IHK. Auf diese Weise tauschen die Schülergruppen ihre Erfahrungen untereinander aus, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der berufsbildenden Schulen können zudem ihre Praxiserlebnisse direkt weitergeben. 

jetracingcupEin Konzept, das offensichtlich den Geschmack der Jugendlichen trifft: „Es geht nicht nur darum, ein schnelles Auto zu entwerfen – wir lernen auch, uns zu organisieren und miteinander zu kommunizieren“, erklärt Fabian Plentz von der BBS 6, der im Team „Pistenflitzer“ als Konstrukteur den Mini-Rennwagen auf dem Reißbrett entworfen hat. Der angehende Kommunikationselektriker bastelt mit seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern an einem besonders aerodynamischen Autotyp aus leichtem Balsaholz. Bereits vor Wochen hatten sich die Teammitglieder regelmäßig getroffen und das Modell am Computer konzipiert – während der IdeenExpo hat jede Gruppe einen Tag Zeit, aus einem vorgegebenem Holzrohling ihren Wagen zu optimieren und mit Hilfe einer Software gesteuerten Fräsmaschine zu produzieren. Eine weitere Anforderung an die Teilnehmer: Mit einer Power-Point-Präsentation ihr Projekt auf der IdeenExpo zu präsentieren und zusätzlich mindestens fünf technische Berufe vorzustellen. „Wir lernen einiges voneinander, von den Berufsschülern konnten wir einen guten Einblick bekommen, wie es in der Praxis abläuft“, sagt Christian Nuss, der die 13. Klasse der KGS Sehnde besucht. Bei den Pistenflitzern hat der 18-Jährige die Aufgabe des Grafikers übernommen. Welche Farbe die Karosserie, die einem Formel 1 Boliden ähnelt, weiß er bereits: „Giftgrün.“

Noch bis Samstag bastelt jeweils ein Rennteam auf der IdeenExpo (Messegelände, IHK-Stand in Halle 9) an seinem Modell. Zum großen Showdown kommt es dann am Sonntag, 13. September 2009: Ab 9 Uhr treten die Schülerteams gegeneinander an und kämpfen um den Racing Cup. Auf der 18 Meter langen und schnurgeraden Rennstrecke kommt es aber nicht alleine auf die Geschwindigkeit und Reaktionszeit an, wie Arne Hirschner betont: „Wir bewerten auch andere Kriterien, wie den allgemeinen Mannschaftsgeist, das Verhalten der Teammitglieder während der Bauphase oder die Qualität des Vortrags.“ Um 15.30 Uhr werden dann die drei besten Teams gekürt. Die Siegerschulen können sich über 3.000 Euro zur Förderung weiterer naturwissenschaftlicher oder technischer Gemeinschaftsprojekte freuen. Die Plätze zwei und drei werden jeweils mit 2.000 bzw. 1.000 Euro belohnt.

www.region-hannover.de

PM: Region Hannover

 

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