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Rat entscheidet über Neubau der IGS Mühlenberg

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Die Eckdaten für den Neubau der IGS Mühlenberg sind eindrucksvoll: Mit 246 Räumen und insgesamt etwa 17.000 m² Fläche handelt es sich um das mit Abstand größte öffentliche Bauprojekt der Landeshauptstadt in den nächsten Jahren. Durch eine optimierte Raumplanung des Neubaus kann die Grundfläche des Gebäudes gegenüber heute um etwa 3.000 m² reduziert werden (zurzeit 19.746 m²). Neben der auf 15.000 m² geplanten Schulnutzung sind rund 800 m² für eine öffentliche Bibliothek, etwa 600 m² für die Stadtteilkulturarbeit und zirka 300 m² für ein Jugendzentrum eingeplant.

Diese Daten stellte der für das Gebäudemanagement zuständige Wirtschaftsdezernent Hans Mönninghoff heute (16.September) gemeinsam mit Schul- und Kulturdezernentin Marlis Drevermann und dem Geschäftsführer der Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover (GBH), Dieter Cordes, der Presse vor. Mönninghoff: "Das Projekt ist ein weiterer Konjunkturprogramm-Baustein der Landeshauptstadt, denn mehr als 54 Millionen Euro Investitionen sichern ein Jahr lang etwa 200 Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft".

Bisher war geplant, das Hauptgebäude der IGS Mühlenberg vollständig und den sehr großen Sporthallenbereich sowie das Mehrzweckgebäude nur eingeschränkt mit einer 2005 abgeschätzten Investitionssumme von 31,5 Millionen Euro nicht neu zu bauen,
sondern nur zu sanieren. Mit einem Ratsbeschluss von 2006 wurde die Verwaltung beauftragt, die städtischen "Töchter" in die Schulsanierung mit einzubeziehen. Dabei stellte sich heraus, dass die Gesellschaft    für Bauen und Wohnen Hannover mbH (GBH) das einzige entsprechende Unternehmen ist, das diese  umfangreiche Aufgabe annehmen kann.

In vertiefenden Untersuchungen hat die GBH nachgewiesen, dass es bei Betrachtung der vollständigen Lebenszykluskosten sinnvoller ist, den gesamten Gebäudekomplex neu zu errichten, statt ihn abschnittsweise zu sanieren. Der Variantenvergleich geht zurzeit von 54 Millionen Euro Investitionskosten aus, wobei dieser Betrag im weiteren Planungsprozess noch zu überprüfen ist.

Die Verwaltung schlägt vor, dass die GBH das Grundstück auf Erbbaurechtsbasis übernimmt, den bestehenden Gebäudekomplex kauft, ihn abreißt und einen neuen Gebäudekomplex errichtet. Die Stadt wird das neue Gebäude dann für mindestens 25 Jahre rückmieten.

Einzelheiten des Projektes sollen in einem Realisierungswettbewerb geklärt und anschließend in einem umfangreichen, dann noch vom Rat zu beschließenden Vertragswerk geregelt werden. Der Neubau soll energetisch vorbildlich in Anlehnung an den Passivhausstandard errichtet werden.
Eine umfassende Barrierefreiheit ist selbstverständlich.

Wenn voraussichtlich im November diesen Jahres der Grundsatzbeschluss des Rates für das Projekt vorliegt, ist mit ewa 14 Monaten für die Ausschreibung und Durchführung des Realisierungswettbewerbes, die Kostenkalkulation um die Ausgestaltung des Vertrages usw. zu rechnen. Für das anschließende Beschlussverfahren im Rat und das kommunalaufsichtliche Genehmigungsverfahren ist von weiteren fünf Monaten auszugehen.

Der Umfang von Auslagerungen der Schule und der weiteren Nutzer während der Bauzeit wird nach der Auswertung der Entwürfe und Konzepte des Realisierungswettbewerbs geklärt.

Mönninghoff wies darauf hin, dass die Umsetzung des Projekts unter dem Vorbehalt steht,
dass die Kommunalaufsicht des Landes nach Vorliegen der Detailplanung und des Vertrages der Durchführung durch die GBH zustimmt.

Drevermann: "Erfolgreiche pädagogische Arbeit fortsetzen"

"Der IGS Mühlenberg wird nach dem Wettbewerb und der Fertigstellung ein modernes, funktional und technisch den künftigen Anforderungen entsprechendes, Schulgebäude zur Verfügung stehen, in dem die bisherige erfolgreiche pädagogische Arbeit der Schule für die Schülerinnen und Schüler fortgeführt werden kann", so Schul- und Kulturdezernentin Marlis Drevermann zur schulpolitischen Bedeutung der Baumaßnahme.

In den vergangenen 35 Jahren haben sich die Anforderungen an "Schule" nicht nur bezüglich der pädagogischen Arbeit geändert, sondern auch im Hinblick auf Gestaltung und Funktionalität sowie technische Ausstattung der Schulgebäude.

Diesen Veränderungen kann im Rahmen der Erstellung eines Neubaus begegnet werden, indem Größe, Zuschnitt und Lage der Räume, Beleuchtung und Belüftung sowie technische Ausstattung den aktuellen Bedürfnissen angepasst werden.

So sollen auch künftig für die gute Theaterarbeit und das stadtweit bekannte und von anderen Schulen in Anspruch genommene Schul-LAB Räumlichkeiten zur Verfügung stehen.
Die intensive Zusammenarbeit der Schule mit Partnern wie zum Beispiel der Stadtteilbibliothek soll durch die geplante Gestaltung des Gebäudes auch in Zukunft unterstützt werden.

Cordes: "Pfleglichen Umgang mit Inventar belohnen"

"Wir freuen uns auf die Aufgabe, die größte Schule der Stadt zu erneuern, und werden uns in enger Kooperation mit den zuständigen Vertretern des Nutzers darum bemühen, einen in mehrfacher Hinsicht innovativen Neubau zu errichten. Das gilt für die energetischen Eigenschaften ebenso wie für aktuelle schulische Anforderungen an ein neues Gebäude dieser Funktion", so der Geschäftsführer der Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover (GBH), Dieter Cordes.

Der Neubau soll – wie schon die jetzige Struktur – auch städtebaulich die Mitte am Mühlenberger Markt stärken und geeignet sein, entsprechende Impulse in den Stadtteil auszusenden. "Wir wollen auch in der Bewirtschaftung einen neuen Weg einschlagen und die Schule im Rahmen des Instandhaltungsbudgets für einen pfleglichen Umgang mit Inventar und Bausubstanz belohnen", ergänzt Cordes. Das geschätzte Bauvolumen von derzeit mehr als 50 Millionen Euro wird bei der GBH zusätzlich zu den wohnungswirtschaftlichen Aktivitäten mobilisiert.

Jetzt gelte es zunächst, in einem intensiven Planungsprozess und Realisierungswettbewerb die endgültige Gestaltung und die voraussichtlichen Gesamtkosten zu ermitteln und auf dieser Basis den langfristigen Mietvertrag zu vereinbaren.

www.hannover.de

PM: Landeshauptstadt Hannover

 

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