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Aufsichtsrat der Stadtwerke Hannover AG gibt grünes Licht für Kauf der Thüga AG

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Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Hannover AG hat in seiner Sitzung am 15. September 2009 der Beteiligung der Stadtwerke Hannover AG zum Erwerb von circa 21 Prozent der Anteile an der Thüga AG im Rahmen des Integra-Konsortiums zugestimmt.

„Für den Anteilserwerb hat die Stadtwerke Hannover AG mit den Integra-Partnern in den vergangenen Monaten eine tragfähige und attraktive Struktur erarbeitet“, kommentiert der Aufsichtsratsvorsitzende Walter Meinhold die Entscheidung des Gremiums. „Mit der Beteiligung am Erwerb der Thüga AG investiert die Stadtwerke Hannover AG in ein langfristig orientiertes Wachstumsprojekt und stärkt damit ihre Wettbewerbsfähigkeit“, so Meinhold weiter.

Das Integra-Konsortium, bestehend aus der Stadtwerke Hannover AG, der Mainova AG (Frankfurt) und der N-Ergie AG (Nürnberg), und das Kom9-Konsortium, welches sich unter der Führung der badenova AG und Co. KG aus 46 kleinen und mittleren Beteiligungsunternehmen zusammensetzt, plant, gemeinsam über die Integra Energie & Co. KG 100 Prozent Anteile der Thüga-Gruppe zu erwerben. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Hannover AG ist das erste Aufsichtsgremium der Konsorten, der den Zustimmungsvorbehalt aufgehoben hat.

„Mit dem Erwerb von Anteilen der Thüga AG folgt die Stadtwerke Hannover AG ihrer im Konzept 2015 festgelegten Strategie, weiteres Wachstum zur Stärkung der Ertragskraft im Wettbewerb zu schaffen“, so der Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke Hannover AG, Michael Feist. „enercity macht mit dem Erwerb einen Sprung in neue Dimensionen.“

Hintergrund

Die Thüga AG ist eine 100 Prozent Tochtergesellschaft der E.ON-Ruhrgas und mit mehr als 90 Minderheitsbeteiligungen das größte Netzwerk kommunaler Energieversorger in Deutschland. Die Mehrheitseigentümer sind zumeist die jeweiligen Städte und Gemeinden. Inklusive aller Beteiligungen versorgte die Thüga-Gruppe in 2008 bei einem Absatz von 158 TWh Gas rund 2,9 Millionen Gaskunden, bei einem Absatz von 38 TWh Strom rund 3,5 Millionen Stromkunden und rund eine Million Kunden mit Trinkwasser. Daneben versorgt Thüga im sogenannten Eigengeschäft Gas- und Stromkunden vornehmlich in Süddeutschland sowie über die vollkonsolidierte Tochtergesellschaft Harz Energie GmbH & Co. KG (Thüga-Anteil 53 Prozent) in Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Die Thüga-Anteile der E.ON Ruhrgas werden mittel- und unmittelbar über die Holdinggesellschaft E.ON Ruhrgas Thüga Holding GmbH („ERTH“) gehalten, die im Rahmen der Transaktion mitveräußert wird. In 2008 erwirtschaftete die Thüga AG einen konsolidierten Umsatz von rund 630 Mio. Euro und einen bereinigten Jahresüberschuss von rund 270 Mio. Euro. Inklusive aller Minderheitsbeteiligungen (Thüga-Anteil mindestens 20 Prozent) erzielte die Thüga-Gruppe 2008 einen Gesamtumsatz von 16,4 Mrd. Euro.

Die Integra-Konsorten enercity (Stadtwerke Hannover AG), Mainova (Frankfurt) und N-ERGIE (Nürnberg) werden jeweils rund 20,75 Prozent der Thüga-Anteile übernehmen. Die Stadtwerkegruppe „KOM9“ erwirbt rund 37,75 Prozent der Stadtwerke-Holding. In der KOM9 haben sich mehr als 45 kommunale Versorgungsunternehmen aus ganz Deutschland – von Aue bis Wiesbaden – zusammengeschlossen. Die Integra-Konsortialpartner enercity (Stadtwerke Hannover AG), Mainova AG und N-ERGIE Aktiengesellschaft sind per Konsortialvertrag miteinander verbunden. Zwischen dem Integra- und KOM9-Konsortium wurde eine Aktionärsvereinbarung geschlossen.

www.enercity.de

PM: Stadtwerke Hannover AG

Kategorie: Politik

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