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Tag des offenen Kraftwerks im Gemeinschaftskraftwerk Hannover

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Ungewöhnliche Einblicke in den Kraftwerksbetrieb für groß und klein

Das Gemeinschaftskraftwerk Hannover (GKH) in Stöcken wird 20 und feiert diesen runden Geburtstag am Sonntag, dem 20. September 2009, mit einem ganztägigen Tag der offenen Tür von 10.00 bis 18.00 Uhr.

Das Besondere an diesem Tag: Normalerweise ist der imposante Kraftwerksbau aus Sicherheitsgründen nur von Kleingruppen nach Vereinbarung mit dem enercity-BesucherService zu besichtigen. Anlässlich des runden Jubiläums können die Besucher eigenständig durch einen extra für diesen Tag angelegten Besucher-Parcours im Kraftwerk auf Entdeckungsreise gehen.

Zahlreiche Schautafeln erläutern die Stationen und an zentralen Stellen steht das erfahrene Kraftwerkspersonal für Auskünfte bereit. Die Umweltschutztechnik, die Kohlenhalden und -mühlen, Kesselhäuser, Leitwarte oder Turbinen und Generatoren können hautnah besichtigt werden. „Wir haben 300 zusätzliche Besucherhelme angeschafft, um Warteschlangen zu vermeiden, denn beim letztjährigen Tag des offenen Kraftwerks in Linden kamen mit 7.000 Besuchern deutlich mehr als erwartet“, freut sich Kraftwerksleiter Heiner Kemnitz auf den kommenden Besucherzustrom.

Über die Selbsterkundung am Parcours entlang sind auch stündliche Führungen in das kraftwerkseigene Chemielabor geboten. „Besucher wundern sich immer wieder, was so ein Labor im Kraftwerk soll, aber in der modernen Energiewirtschaft ist die chemische und physikalische Überwachung der Verfahrensabläufe unverzichtbar. „Wir untersuchen die Umweltschutztechnik, die Brennstoffe oder die Kühlkreisläufe des Kraftwerks, aber ebenso das Wasser im enercity-Fernwärmenetz und den dezentralen Nahwärmenetzen, etwa auf dem Kronsberg“ erläutert Laborleiter Georg Schroeder sein Aufgabengebiet.

Neben der Erkundung des Innenlebens haben die Besucher auch die Möglichkeit zum Rundumblick vom über 70 Meter hohen Kesselhaus oder zu einer Fahrt auf den beliebten enercity-ConferenceBikes, um die Außenanlagen des Kraftwerks in Augenschein zu nehmen. In der auf 18 Metern Höhe gelegenen Kantine können die Gäste bei Kaffee und Kuchen den Ausblick sowie eine Foto-Präsentation mit Stöckener Bildern aus der Nachbarschaft des Kraftwerks während der Bauzeit Ende der 80er Jahre genießen.

Der Aufenthalt im Kraftwerk bietet auch noch weitere Attraktionen an der dort gelegenen Grün- und Teichanlage. Technische Besonderheit ist das neue enercity HolzEnergieCenter, das an diesem Tag ebenso besichtigt werden kann. Live führen die Arbeiter an der Säge-Spalt-Maschine vor, wie Baustämme zerteilt und die bis zu 55 Zentimeter dicken Baumscheiben mit 50 Tonnen Druck spielend in handliche Holzscheite zerkleinert werden. Diese Scheite kommen in die – umweltfreundlich mit Fernwärme von nebenan betriebene – Trocknungskammer und verlassen sie mit einem optimalen Feuchtegehalt von 20 Prozent (zuvor 35 – 50 Prozent). Dies übriges garantiert insektenfrei, was für den städtischen Scheitholznutzer von besonderem Interesse sein dürfte.

Zahlreiche enercity-Spiele für Groß und Klein, Unterhaltungs- und Informationsangebote zu weiteren Fragen der Energieversorgung und dem Umweltengagement der Stadtwerke Hannover AG runden den Tag des offenen Kraftwerks ab. Imbiss und Getränke können vor Ort zu familienfreundlichen Preisen erworben werden.

Tag des offenen Kraftwerks im Gemeinschaftskraftwerk Hannover/Stöcken
Stelinger Straße 19, 30419 Hannover

am Sonntag, 20. September 2009

Ganztägiger Besichtigungsparcours und Infotainment von 10.00 bis 18.00 Uhr

Eintritt frei

Hintergrund-Information zum GKH:

Das Gemeinschaftskraftwerk Hannover (GKH) in Stöcken ist das größte Kraftwerk der Stadtwerke Hannover AG und ging vor 20 Jahren in Betrieb. Mit modernster Umweltschutztechnik ausgestattet, produziert es Strom und Wärme für Hannover. Mit dem Abschluss der inzwischen zweiten Großen Revision im Juni dieses Jahres ist die Kraftwerkstechnik hier auf  neuesten Stand gebracht.

Das wegweisende Projekt mit seiner auffälligen Architektur am Nordhafen verdankt seine Existenz besonderen Umständen. Die produktivste Energieerzeugungsanlage Hannovers beruht auf einer Zusammenarbeit zwischen dem örtlichen Energieversorger auf der einen und VW sowie Continental mit ihren zwei Produktionsbetrieben in Hannover auf der anderen Seite.

Rund 50 Prozent des Strombedarfs Hannovers liefert das Kraftwerk. Es arbeitet nach dem besonders effizienten Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Die hierbei aus dem Prozess ausgekoppelte Wärme wird als Fernheizung für viele Haushalte und als Prozesswärme beim Continental-Reifenwerk und bei VW Nutzfahrzeuge eingesetzt.

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